Atelierbesuch bei Thomas Pildner

Thomas Pildner mit seinen Kunstwerken aus Holz. Foto: KV

Das große Gartengrundstück am Rande von Bad Homburg empfängt uns mit einem großen, beeindruckenden Holzvorrat. Es beherbergt aber auch die Werkstatt des Künstlers Thomas Pildner, der die kleine Gruppe des Kunstvereins Hofheim Ende April zu einem Atelierbesuch begrüßte. Hier verarbeitet Thomas Pildner die vielen, vielen Hölzer. Hier kreiert er skulpturale Formen, die Natur und Kunst in einzigartiger Weise verbinden sollen.

Der Künstler, der früher als Manager bei der Lufthansa in einem Umfeld tätig war, das kaum weiter von seiner heutigen künstlerischen Arbeit entfernt sein könnte, erläuterte, dass seine Schätze aus Holz von zahlreichen unterschiedlichen Baumarten stammen. Von Eiben über Walnuß bis hin zu Ästen einer 200 Jahre alten Libanon-Zeder aus dem Kurpark in Bad Homburg. Thomas Pildner betont aber, dass er ausschließlich Holz von bereits gefällten, heimischen Baumarten verwendet. Und es war interessant zu hören, wie unterschiedlich diese Hölzer beim Bearbeiten reagieren.

In der Werkstatt demonstrierte Thomas Pildner seine Arbeit in unterschiedlichen Fertigungsstadien und auch durch praktische Arbeit an seinen Drechselmaschinen. Denn am Anfang steht immer das Drechseln des Grundkörpers. In einem langen, handwerklichen Prozess formt Pildner diesen anschließend mit traditionellen Werkzeugen weiter – bis das Holz seine endgültige Gestalt findet.

Seine kunstvollen Gefäße aus Holz sind in seiner Ladengalerie im Kurhaus Bad Homburg ausgestellt, wo man sie auch erwerben kann. IB/ML