Ehrenbrief für Gerhard Marquordt

Dr. Gerhard Marquordt freut sich über die Auszeichnung, überreicht von Landrat Michael Cyriax.

Große Ehre für Dr. Gerhard Marquordt: Er bekam von Landrat Michael Cyriax im Landratsamt den Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht, mit dem ehrenamtliches Engagement gewürdigt wird.

Diese persönliche Auszeichnung ist eine Anerkennung und, wie es Michael Cyriax formulierte, “ein Dankeschön” für keinesfalls selbstverständlichen Einsatz. Gerhard Marquordt und fünf weitere Geehrte seien “Vorbilder für bürgerschaftliches Engagement im Main-Taunus-Kreis”.

Einen wesentlichen Teil dieser ehrenamtlichen Arbeit leistete und leistet Gerhard Marquordt in unserem Kunstverein, dessen Vorsitzender er 13 Jahre lang war. Der frühere Marketingchef einer Bank versteht Kunst und Kultur als Passion, empfindet das Ehrenamt als “große Bereicherung in seinem Leben” und konnte in der Kreisstadt vieles in Sachen Kunst bewegen. Herausragend war sein Einsatz für das Steinbildhauer-Symposium von 2013 und den Ankauf der dort entstandenen Kunstwerke. Sie sind längst zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes geworden.

Gerhard Marquordt gehört weiterhin zum Arbeitskreis des Kunstvereins und ist zudem ehrenamtlich als Vorsitzender des Förderkreises Stadtmuseum tätig.

Begeisternde Vollblutmusiker

Christine Schwarzmayr begrüsst im Namen des Kunstvereins die beiden Musiker Vassily Dück und Robert Varady.

Das Duo Schach-Matt gastierte am 7. Februar 2020 zum ersten Mal in Hofheim im Stadtmuseum. Die beiden russisch-ungarischen Vollblutmusiker begeisterten das Publikum im ausverkauften Stadtmuseum mit unterhaltsamer Moderation und mitreißendem Spiel.

In ihrem Programm “Paraphrase” kamen gleich vier verschiedene Instrumente zum Einsatz: Vassily Dück beherrscht sowohl das Bajan (die russische Variante des Akkordeons) als auch die kleine Accordina, der Geiger Robert Varady erwies sich auch als ausgezeichneter Gitarrist.

Mit ihrer musikalischen Weltreise begeisterte das Duo Schach-Matt das Publikum im ausverkauften Stadtmuseum.

Viele Wirklichkeiten

Diskutierten auch mit dem Publikum: Von links Christian Kaufmann, Leiter der Heussenstamm-Stiftung, Christine Rother-Ulrich, Galeristin aus Wiesbaden, Moderator Christoph Schütte, freier Journalist, Künstlerin Claudia Poeschmann und Dr. Eva Scheid, Gründerdirektorin des Hofheimer Stadtmuseums. 

Es war eine lebhafte Podiumsdiskussion im Rahmen der ersten Ausstellung “Taunus Kunst Triennale”, an deren Ende sich auch die über 50 kunstinteressierten Zuhörer beteiligten. Moderator Christian Schütte hatte zu Beginn gefragt, ob in Zeiten des Selfie-Wahns die tägliche Flut von Bildern die Wirklichkeit beeinflusse oder gar zu verschiedenen Wirklichkeiten führe und ob die Kunst diesem Blick folgen könne.

Künstlerin Claudia Poeschmann, die selbst auf der Taunus Kunst Triennale ausstellt, glaubt, dass die Digitalisierung die Zukunft sei und gleichzeitig zur Veränderung des Menschenbildes beiträgt. Sie selbst probiere in der Kunst alles aus: “Ich arbeite klassisch, verwende aber auch Tablets, Apps und Zeichenprogramme.” Während für Christine Rother-Ulrich, deren Galerie für Malerei und Skulptur steht, es in erster Linie wichtig ist, dass Kunst sie berühre, sieht Christian Kaufmann, der Leiter der Heussenstamm-Stiftung in Frankfurt, die Gegenwart so komplex und mit vielen unterschiedlichen Facetten der Realität, dass Künstler und Künstlerinnen ganz anders gefordert seien: “Sie müssen sich heute vor allem auch im Internet mit einer eigenen Homepage präsentieren.”

Viele, interessante Aspekte kamen zur Sprache. Einhellig war auf jeden Fall die Meinung, dass die erste Taunus Kunst Triennale ein Erfolg sei. Und Museumsdirektorin Dr. Eva Scheid versprach, dass die Ausstellung nicht nur ein Probelauf für den gesamten Main-Taunus-Kreis sei, sondern auf Dauer ausgelegt wäre.