Ein deutsches Jahrhundertleben in kurzen Episoden

Eine Lesung mit Helga Schubert

Freitag
13. Mai 2022
20:00 - 21:30

Ein deutsches Jahrhundertleben in kurzen Episoden

Schriftstellerin Helga Schubert. Foto: KV

Eine besondere Lesung erwartet uns mit der Bachmann-Preisträgerin des Jahres 2020: In ihrem prämierten Buch blickt die Autorin Helga Schubert in literarisch kunstvoll komponierten Vignetten auf Prägungen ihres Lebens: Kriegs- und Flüchtlingskindheit, Alltag in der DDR – und eine traumatisierte, hartherzige Mutter. Ihre Texte sind sehr persönlich, zugleich klug und unpathetisch und weit weg von Nabelschau oder narzisstischer Selbstbespiegelung.

Voller Gelassenheit, Humor und (Selbst-)Ironie schafft Helga Schubert es, Kritik und Versöhnung in eine berührende Balance zu bringen und gibt zugleich einen tiefgründigen Einblick in die bewegte deutsche Geschichte des vergangenen Jahrhunderts.

Geboren 1940, wuchs Helga Schubert in Ostberlin auf. Sie studierte Psychologie an der Humboldt-Universität und arbeitete als klinische Therapeutin. In den 60er Jahren begann sie zu schreiben und veröffentlichte neben einer Reihe von Kinderbüchern auch Prosatexte, in denen auf stilistisch ungewöhnlich präzise Art Schicksale aus dem DDR-Alltag geschildert werden. Daneben verfasste sie Theaterstücke, Hörspiele, Fernsehspiele und Filmszenarien.

1980 erhielt sie das Verbot, am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teilzunehmen, einige Jahre später durfte sie den Hans-Fallada-Preis nicht annehmen oder zu einer gemeinsamen Lesung mit Herta Müller in den Westen reisen. Nach der Wende bereitete sie als Pressesprecherin des Zentralen Runden Tisches die ersten freien Wahlen mit vor.

STADTHALLE HOFHEIM, Chinonplatz 4
Eintritt 12 €, Mitglieder 10 €, nur im Vorverkauf bis 11. Mai über www.kunstvereinhofheim.de (Jugendliche bis 18 Jahre frei bei vorheriger online-Anmeldung) oder in den Buchhandlungen am Alten Rathaus und Tolksdorf (ab 19. April).


Reservierung / Anmeldung

Buchungen sind für diese Veranstaltung nicht möglich.