Veranstaltungen 2008

FREITAG, 14.11.08, 20:00
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Bundesauswahl „Konzerte Junger Künstler“
Alte Musik mit dem Duo Christian Künkel/ Mareile Schmidt (Posaune/Orgel)

Details

Der Deutsche Musikwettbewerb, den der Deutsche Musikrat seit über 50 Jahren zur Förderung des herausragenden musikalischen Nachwuchses veranstaltet, ist Ausgangspunkt vieler großer, oft internationaler Künstlerkarrieren. Es ist nicht zuletzt deshalb immer wieder spannend, Preisträger und Stipendiaten des Wettbewerbs bei den „Konzerten Junger Künstler“ zu erleben, die das musikalische Leben in Hofheim seit vielen Jahren bereichern.

Kuenkel und Schmidt

Der Posaunist Christian Künkel und die Organistin Mareile Schmidt, die auf einer Truhenorgel spielen wird, sind Stipendiaten des Jahrgangs 2007/08 und erfolgreich als Orchester- und Kammermusiker gestartet. Sie bringen bei Ihrem Konzertabend Werke deutscher und italienischer Komponisten des 17. und 18.Jahrhunderts zu Gehör. Ein wunderschönes Programm, mit dem die diesjährigen Veranstaltungen des Kunstvereins einen würdigen Abschluss finden.

DIENSTAG, 04.11.08, 20:00
ZUR AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Wenn jemand eine Reise tut …
Die Reiseberichte der Hanna Bekker vom Rath
Mit Marian Stein-Steinfeld

Details

Vom 26. Oktober 2008 bis zum 15. Februar 2009 zeigt das Stadtmuseum die Sonderausstellung „Kunst grenzenlos. Die Ausstellungsreisen der Hanna Becker vom Rath“. Die große Hofheimer Künstlerin, Sammlerin, Galeristin und Mäzenin unternahm von 1952 bis 1967 unter damals noch schwierigen Umständen zahlreiche Reisen nach Nord- und Südamerika, Südafrika, Indien, Griechenland und dem Nahen Osten, um die unter dem Nationalsozialismus verfemten Künstler der Klassischen Moderne ebenso wie junge Künstler der Nachkriegszeit international vorzustellen. Sie wurde so zur „Botschafterin der Kunst“. Die Ausstellung zeichnet diese Reisen anhand zahlreicher Werke der damals beteiligten Künstler und vieler Dokumente nach.

Marian Stein-Steinfeld, Kuratorin der Ausstellung und Enkelin von Hanna Bekker vom Rath, ist besonders berufen, uns an diesem Abend die Hintergründe der Ausstellung aufzuzeigen. Sie tut dies vor allem anhand der Reiseaufzeichnungen, in denen ihre Großmutter ihre Erlebnisse und Begegnungen festgehalten hat. Daraus wird die Enkelin, begleitet von Bilddokumenten, wesentliche Passagen lesen und erläutern. Es entsteht so ein eindrucksvolles Bild der Zeitumstände, der großen Wirkung der Reisen und des Kunstschaffens bis zu den 1950/60er Jahren.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kunstvereins und des Stadtmuseums. Die Ausstellung ist an diesem Abend geöffnet.

MITTWOCH, 15.10.08, 20:00
LESUNG ZUR BUCHMESSE
Sema Kaygusuz: „Wein und Gold“, Roman
Vortrag der deutschen Übersetzung: Ursula Illert
Moderation: Barbara Yurtdas

Details

Es ist schon eine gute Tradition, dass wir anlässlich der Buchmesse Autoren des jeweiligen Gastlandes per-sönlich vorstellen. Gastland 2008 ist die Türkei, und unsere Autorin heißt Sema Kaygusuz. In ihrer Heimat hat sie mit mehreren Erzählungsbänden und ihrem ersten Roman „Wein und Gold“ hohe Anerkennung gefunden. Der Roman liegt jetzt in deutscher Übersetzung vor.

Sema Kaygusuz
Foto © Cemil Agacik

Eine türkische Insel in der nördlichen Ägäis. Die einheimi- schen Griechen und Türken leben von Weinbau, Fremdenverkehr und Fischfang. Leylan, die junge Bibliothekarin, so munkeln sie, wolle Ihren Vater, einen Trinker, umbringen. Doch sie versucht – im ersten Teil des Romans, „Wein“ – , hinter die erschreckenden Familiengeheimnisse zu kommen, die beim Vater Alpträume auslösen, um diese

Geschichten im zweiten Teil „Gold“ so neu zusammen zu setzen, dass sie dem Leben Ihres Vaters Sinn geben. Leylan schafft sich Ihren eigenen Mythos.

Die Autorin wird uns eine Passage lang den Klang der Originalsprache erleben lassen. Danach liest die Frankfurter Schauspielerin Ursula Illert, stets gern begrüßter Gast im Kunstverein, Ausschnitte aus der deut-schen Übersetzung. Die Moderation des Abends hat, und das ist ein besonderer Glücksfall, die Übersetzerin des Romans, Barbara Yurtdas. Die Philologin ist selbst Schriftstellerin und eine hervorragende Kennerin der Türkei. Zum Ausklang gibt es Häppchen und Getränke – natürlich auf türkische Art.

DONNERSTAG, 02.10.08, 18:00
ZU GAST BEI HOFHEIMER KÜNSTLERN
Atelierbesuch bei der Malerin Ingrid Jureit

Details

Mit diesem Abend bei Ingrid Jureit startet der Kunstverein eine neue Veranstaltungsreihe. Sie führt uns in etwa vierteljährlichem Abstand in die Ateliers von Hofheimer Künstlerinnen und Künstlern, die sich über unsere Stadt hinaus einen Namen gemacht haben.

Die Malerin Ingrid Jureit, die auch Mitinitiatorin dieser Reihe ist, wird uns da, wo ihre Arbeiten entstehen, einen Einblick in Ihr Schaffen geben. Des Öfteren hat sie in Hofheim ausgestellt, vor allem als Mitglied der ehemaligen „Hofheimer Gruppe“, mit der sie auch den Kulturpreis der Stadt Hofheim erhielt. Sie zeigt ihre Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Die Künstlerin übt eine intensive Lehrtätigkeit aus, etwa an der Akademie für bildende Kunst Vulkaneifel in Steffeln/Eifel oder an der Kunstakademie Bad Reichenhall.

ingrid jureit
Die Künstlerin im Atelier

Atelier Ingrid Jureit

FREITAG, 26.09.08, 20:00
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Florian Pollmann, Architekt, Wiesbaden
„Vom Fachwerk zum Hochhaus zum Fachwerk“
Ein aktueller Diskussionsbeitrag zum Städtebau

Details

Nicht nur in Frankfurt ist die historische Rekonstruktion der Altstadt ein heißes Thema. Soll man wiederherstellen, was der Krieg vernichtete, und wie genau, und wie viel? Und oft war es ja gar nicht der Krieg, der zum Verschwinden wertvoller alter Bauten führte, sondern die geistige Haltung der Städtebauer der Nachkriegszeit, die den Architekturideen u.a. Le Corbusiers folgte. Die neuen Trends hießen verkehrsgerechte Stadt und Ansiedlung von Hochhäusern. Ein Stadtbild mit Hochhäusern steht heute kaum in Frage, die „verkehrsgerechte Stadt“ wird aber eher als Sündenfall gesehen. Man sehnt sich stattdessen nach dem Vergangenen. Aber wie soll man diesen Wunsch nach Identifikation umsetzen? Soll man eine zerstörte Altstadt historisch genau wieder aufbauen?

Oder ist es der richtige Weg, ein klassizistisches Stadtschloss, das im Krieg beschädigt und erst Jahrzehnte danach abgerissen wurde, als Fassade neu zu errichten, hinter der sich ein riesiges Einkaufszentrum versteckt?

Der Architekt Florian Pollmann kennt auch die Gesetze des Marktes, die hinter solchen Entwicklungen stehen. Er wurde 1972 in Frankfurt geboren. Sein Studium absolvierte er in Weimar. Nach erster Tätigkeit in einem kleineren Darmstädter Büro arbeitete er in der weltweit tätigen Firma des Städteplaners und Architekten Albert Speer. Seit seinem zusätzlichen MBA-Studium für Immobilienwirtschaft ist er Sachverständiger für Immobilienbewertung bei einer Wiesbadener Immobilienbank.

FREITAG, 05.09.08, 20:00
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Die russisch-jüdische Autorin Lena Gorelik liest aus ihrem Roman „Hochzeit in Jerusalem“
Moderation: Dr. Viktoria Pollmann

Details

Die 1981 in Sankt Petersburg geborene Autorin übersiedelte 1992, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, mit Ihrer russisch-jüdischen Familie als „Kontingentsflüchtling“ nach Deutschland. In München absolvierte sie nach Ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule den Elitestudiengang Osteuropastudien. Für Ihren ersten Roman„ Meine weißen Nächte“ bekam sie den Bayerischen Kunstförderpreis. Der zweite – „Hochzeit in Jerusalem“ – stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2007.

Auch dieser Roman, der auf ebenso freche wie charmante Weise aus dem Leben der jungen in Russland geborenen und in Deutschland aufgewachsenen Jüdin Anja erzählt, ist stark autobiographisch geprägt. Anja reist mit Ihrem (Wunsch-)freund Julian und ihrer ganzen Familie nach Jerusalem, wo ihre Mutter ihren Bruder verkuppeln will. Der Roman hat „ viele enorm witzige und selbstironische Passagen, erzählt aber auch Geschichten, die nachdenklich machen. Auf wunderbare Weise illustriert Lena Gorelik welche Herausforderung es ist, mit einer dreifachen Identität zu leben: Als Russin, als deutsche und als Jüdin“ (Hessischer Rundfunk).

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kunstvereins und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Main-Taunus e.V.

Stadtmuseum

SAMSTAG, 02.08.08, 9:00
KUNSTFAHRT
MUSEUM MODERN ART, HÜNFELD
AUSSTELLUNG „KONKRETE KUNST“

Details

Das von dem aus Elbing stammenden Künstler und Sammler Jürgen Blum gegründete und geleitete Museum Modern Art in Hünfeld widmet sich den konstruktiven, konkreten, und konzeptionellen sowie reduktiven Strömungen in der Kunst. Neben der Präsentation der heute rund 3000 Exponate umfassenden Sammlung finden im ehemaligen Gaswerk der Stadt Hünfeld jährlich Sonderausstellungen statt, die vielen zeitgenössischen, auch internationalen Künstlern Gelegenheit geben, ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. In der diesjährigen Ausstellung sind auch Arbeiten der Hofheimer Künstlerin Ingrid Hornef zu sehen, die uns auf der Fahrt begleiten wird.

Jürgen Blum selbst wird uns durch die Ausstellung führen. Er zeigt uns in einem zweiten Teil auch das „Offene Buch“ – ein weiteres von ihm gestartetes Projekt. Mit 125 Arbeiten der konkreten Poesie sind Hünfelder Hausfassaden und Objekte von teils noch wenig bekannten, teils international renommierten Künstlern gestaltet und bieten einen Lese- und Denkstoff, der zum Innehalten und zur geistigen Auseinandersetzung einlädt.

Diese Fahrt zur Kunst abseits der großen Straßen ist eine höchst spannende Entdeckungsreise.

FREITAG, 18.07.08, 20:00
KREISSTADTSOMMER – OPEN AIR
NEUES FRANKFURTER SCHULORCHESTER
„TAMTAM“ – MIT FRANK WOLFF, SABINE FISCHMANN
U. A.

Details

Sie sind natürlich kein Schulorchester, aber sie leiten ihren Namen bewusst von der „Neuen Frankfurter Schule“ Robert Gernhardts und F. W. Bernsteins ab. Sie sind nicht einmal ein Orchester, aber allesamt Stars der Frankfurter Musikszene: Frank Wolff (erhielt 2007 die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt). Sabine Fischmann, Ali Neander, Markus Neumeyer und Anselm Wild. Und sie sind großartige Komödianten!

In Ihrem von Publikum und Presse begeistert aufgenommenen Programm „Tamtam“ reihen sie Solos, Lieder und Gedichte – oft sind die Texte von Bernstein und Gernhardt – mit klassischen, romantischen, rockigen, komischen und ganz neuen Tönen aneinander. Es ist ein sommerlich leichter Spaß auf künstlerisch ganz hohem Niveau.

Wasserschloss (bei Regen in der Stadthalle).

DONNERSTAG, 19.06.08, 18:00
VOM RESTAURIEREN –
FÜHRUNG IM NEU GESTALTETEN LIEBIEGHAUS MIT DER RESTAURATORIN CORDULA KÄHLER

Details

Das berühmte Frankfurter Skulpturenmuseum präsentiert seine Sammlung seit Kurzem weitgehend neu: mit attraktivem Farbkonzept für die Ausstellungsräume, optimierten Lichtverhältnissen und einheitlicher Ausstellungsarchitektur. Das allein ist schon Grund genug, dem Haus und seinen Meisterwerken wieder einmal einen Besuch abzustatten.

Unsere exklusiv für den Kunstverein veranstaltete Führung hat aber noch einen anderen Schwerpunkt: Das Restaurieren von Kunstwerken. Frau Cordula Kähler, gerade erst pensionierte Restauratorin des Liebieghauses, wird uns anhand von Beispielen aus der Sammlung Einblick in ihre hoch qualifizierte Arbeit geben. Wenn möglich können wir auch einen Blick hinter die Kulissen – in die Restauratorenwerkstatt – werfen.

Liebieghaus, Frankfurt, Schaumainkai 71
Treffpunkt im Garten des Museums.

SAMSTAG, 31.05.08, 20:00
HOMMAGE AN GISELA FRANK
ZUM 90. GEBURTSTAG – KONZERT MIT FRÜHEREN SCHÜLERN UND SCHÜLERINNEN

Details

In diesem Jahr wäre die Hofheimer Musikerin Gisela Frank 90 Jahre alt geworden. Sie war eine herausragende Pianistin, großartige Lehrerin und begabte Komponistin. Über Jahrzehnte hat sie dem Hofheimer Musikleben wesentliche Impulse gegeben, sei es in der Musikschule oder im Kunstverein, dessen musikalisches Programm sie lange Zeit prägte.

Viele ihrer Schüler und Schülerinnen haben nach ihrem Beispiel die Musik zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht. Das beweist auch dieser Konzertabend, den Mathias Fuchs, Peter Raehse, Christian Stapf, Valentin Blomer (alle Klavier), Sabine Döll (Flöte), Claire Singher (Sopran) und Dagmar Koslowski (Viola) zu ihren Ehren geben.

Auf dem Programm stehen Werke von Domenico Scarlatti, Johannes Brahms, Kazuo Fukushima und César Franck im Wechsel mit eigenen Kompositionen von Gisela Frank, die wieder zu hören ein besonderes Vergnügen sein wird.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Musikschule Hofheim und des Kunstverein Hofheim.

DIENSTAG, 20.05.08, 20:00
MARTA-HOEPFFNER-PREIS 2008
DIE AMBIVALENZ DER BILDER.
ZWEI POSITIONEN KÜNSTLERISCHER FOTOGRAFIE.

GESPRÄCH MIT N. AHLAND, M. BROCKHOFF (FOTOGRAFEN) UND BARBARA M. HENKE (hr2)

Details

Ausgehend von den aktuellen Arbeiten der beiden Fotokünstler Nicole Ahland und Martin Brockhoff wird Barbara M. Henke, freie Journalistin (hr2), mit ihnen ein Gespräch über Konzepte und Praxis ihrer Arbeit führen. Im Dialog unterschiedlicher Positionen und Haltungen ergeben sich tiefere Einblicke in die Möglichkeiten und Ebenen des Mediums Fotografie. Beide Künstler haben an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen. Martin Brockhoff ist Preisträger des Marta-Hoepffner-Preises 2002, Fotografien von Nicole Ahland waren in der Ausstellung zum Marta-Hoepffner-Preis 2002 zu sehen.

Die Marta-Hoepffner-Gesellschaft für Fotografie verleiht 2008 zum dritten Mal den Marta-Hoepffner-Preis an junge Berufsfotografen. Dazu gibt es vom 27.4. bis 15.6.08 eine Ausstellung im Stadtmuseum mit einem Begleitprogramm, zu dem MHG, Stadtmuseum und Kunstverein gemeinsam einladen.

FREITAG, 16.05.08, 20:00
FREITAG ABEND IM MUSEUM
STILLE VERSE AUS LÄRMENDER STADT: MASCHA KALÉKO.
LESUNG UND MUSIK MIT RENATE KOHN UND GERT ZIMANOWSKY

Details

Mascha Kaléko, 1907 in Galizien (Polen) geboren, musste mit ihren jüdischen Eltern im Ersten Weltkrieg nach Deutschland fliehen, wo sie in Berlin aufwuchs und Ende der 20er Jahre mit großem Erfolg ihre ersten Gedichte veröffentlichte. 1938 erneute Flucht, vor den Nazis, nach Amerika. Lebt in Israel, dann kurz wieder in Deutschland, zuletzt in Zürich, wo sie 1975 stirbt. Überall bleibt sie eine Fremde. „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“ dichtet sie selbst – Liebe und Einsamkeit sind ihre Themen.

Die Verse der „Tochter Tucholskys und Kästners“ (M. Reich-Ranicki) sind in ihrer Heiterkeit elegisch, in ihrer Schwermut leicht. Der Großstadtspatz, wie sie sich selbst nennt, kann kabarettistische Pointen setzen und überrascht mit pfiffigen Reimen.

Den Abend gestalten die bekannte Schauspielerin Renate Kohn und der Multiinstrumentalist und
Komponist Gert Zimanowsky. An ihre früheren stets beindruckenden Auftritte im Kunstverein erinnert man sich gern.

DIENSTAG, 06.05.08, 20:00
MARTA-HOEPFFNER-PREIS 2008
DIE FOTOGRAFIE VERSTEHEN
VORTRAG VON DR. MARTINA METTNER

Details

In zunehmendem Maße werden Fotografien in Museen ausgestellt und zu immer höheren Preisen auf dem Kunstmarkt gehandelt. Was man wissen sollte, um den künstlerischen Wert von Fotografien zu erkennen und zu beurteilen, das erläutert in ihrem unterhaltsamen Vortrag Frau Dr. Martina Mettner, die sich schon seit den 80er Jahren intensiv mit dem Medium Fotografie befasst. Sie promovierte über künstlerische Fotografie, arbeitete in Fotogalerien, leitete Fotozeitschriften, publizierte Fotobücher, kuratierte Ausstellungen und berät heute neben ihren eigenen Fotoprojekten junge Fotografen bei ihrer beruflichen Entwicklung.

Die Marta-Hoepffner-Gesellschaft für Fotografie verleiht 2008 zum dritten Mal den Marta-Hoepffner-Preis an junge Berufsfotografen.
Dazu gibt es vom 27.4. bis 15.6.08 eine Ausstellung im Stadtmuseum mit einem Begleitprogramm, zu dem MHG, Stadtmuseum und Kunstverein gemeinsam einladen.

Freitag, 11.04.08, 20:00
FREITAG ABEND IM MUSEUM
IN DEEP SILENCE
„KONZERT JUNGER KÜNSTLER“ MIT DEM QUARTET NEW GENERATION (BLOCKFLÖTEN)

Details

Die jungen und ambitionierten Musikerinnen – in der New York Times als „four recorder virtuosos“ gelobt, widmen sich vorrangig Neuer Musik. Dabei gestaltet
sich die Zusammenarbeit mit jungen Komponisten, der virtuose Umgang mit Neuem und der Mut, Hörgewohnheiten zu hinterfragen, als besonders fruchtbar und wichtig.

In ihrem Programm stellt QNG ganz bewusst zeitgenössische Werke jenen der Alten Musik gegenüber, um effektvoll zu zeigen, dass mit konsequenter Suche nach neuen Horizonten auch alte Musik ganz „neu“ sein kann. Mit ihrem umfangreichen Instrumentarium – pro Konzert bis zu 30 Instrumente , von Nachbauten überlieferter Renaissance- und Barockinstrumente bis hin zu modernen Paetzold Bassblockflöten – eröffnen die Musikerinnen eine Fülle von neuen Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten.

Die jungen, vielfach ausgezeichneten Künstlerinnen, die schon 2003 das Hofheimer Publikum begeisterten,
kommen erneut als Preisträgerinnen des Deutschen Musikwettbewerbs 2006 im Rahmen der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler des Deutschen Musik-rates zu uns.

Freitag, 14.03.08, 20:00
Wilhelm Busch – Liebe, Laster, Leidenschaften
Mit dem Schauspieler Achim Barrenstein und der Pianistin Waltraut Bartl

Details

2008 jährt sich zum einhundertsten Mal der Todestag des großen Dichters und Zeichners. Wir gedenken seiner mit einer humorvollen Auswahl aus seinen bekannten und weniger bekannten Balladen und Liebesgedichten und einem großen Finale: Schmunzeln Sie über menschliche Abgründe, lauschen Sie innersten Regungen, seufzen sie mit… (Name ist der Redaktion bekannt).

Der Schauspieler Achim Barrenstein, Ensemblemitglied und Gast großer deutschsprachiger Bühnen, liest die Texte nicht nur, er spielt sie. Mit Stücken zeitgenössischer Komponisten und eigenen Kompositionen reiht sich die klassische Pianistin Waltraut Bartl kongenial ein.

Freitag, 15.02.08, 20:00
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Silke Scheuermann
Die Frankfurter Autorin liest eigene Gedichte und Ausschnitte aus ihrem ersten Roman

Details

Die 1973 geborene, mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnete Autorin machte zunächst mit Ihren Gedichten auf sich aufmerksam. 2001 erschien ihr erster Lyrikband Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen. Ein weiterer Band folgte 2004. Ihr erstes Prosawerk kam 2005 heraus: Erzählungen unter dem Titel Reiche Mädchen, deren Haupt-personen junge Frauen mit einem Ennui dem Leben gegenüber sind. Ihre neueste Veröffentlichung ist der Roman „Die Stunde zwischen Hund und Wolf“ (2007).

Aus diesem Roman über die Begegnung zweier Schwestern, die sich erst als Erwachsene kennen und akzeptieren lernen müssen, wird Silke Scheuermann an diesem Abend lesen. Mit ihm hat sie sich „in die vordere Reihe der Autoren geschrieben“ (Ulrich Greiner, Die Zeit). Und natürlich erleben wir sie auch als Lyrikerin. Man darf gespannt sein.

Moderation: Dr. Gisela Reuschling

Freitag, 01.02.08, 20:00
Mitgliederversammlung
passend zur Jahreszeit mit einem heiter-besinnlichen Liederabend

Details

An diesem Abend – wir wissen es – konkurrieren wir mit einem Mainzer Fernseh-Karnevalsklassiker. Gerade deshalb erwarten wir ein volles Haus. Die Formalitäten müssen allerdings sein: (Erfreulicher) Bericht des Vor-stands über das abgelaufene Jahr, Vorstandswahlen und, sicher spannender, die Vorschau auf unser Pro-gramm 2008. Dann aber folgt auch in diesem Jahr wieder die Kunst.

Ulrike Morlang (Sopran) und Doris Peukert (Mezzosopran) singen begleitet von Norbert Henß am Klavier heitere Lieder und Duette von Mozart, Mendelssohn-Bartholdy, Schumann, Brahms, Wolf, Richard Strauss und Rossini. Eben unsere Art, Karneval zu feiern.

Häppchen und Getränke gibt es natürlich auch.

Dienstag, 15.01.08, 20:00
JÖRG IMMENDORFF IM STADTMUSEUM
Vortrag von Prof. Dr. Erika Rödiger-Diruf
Jörg Immendorff: Für mich war und ist der Affe einfach ein zweites Ich

Details

Was für Beuys der Hase, das ist für Jörg Immendorff (1945-2007) der Affe: die zentrale Symbolfigur, der wir in seinen Werken immer wieder begegnen. So auch in den Grafiken und Skulpturen des Künstlers, die das Stadtmuseum in seiner aktuellen Sonderausstellung zeigt.

Frau Professor Rödiger-Diruf wird den ersten Teil ihres Vortrags der künstlerischen Entwicklung Immendorffs im Allgemeinen widmen und danach anhand der in der Ausstellung gezeigten Werke das Thema des Affen in der Kunst und besonders bei Immendorff erörtern. Der Affe ist Maske des Ideals künstlerischer Genialität und gleichzeitig Sinnbild animalischer Triebhaftigkeit; er ist Symbol des genialen Dilettanten, des (selbst)ironischen Spötters und Nachäffers der Schöpfung gleichermaßen.

Die Kunsthistorikerin Erika Rödiger-Diruf war von 1993 bis 2007 Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe, die sich unter ihrer Leitung zu einer bedeutenden Institution insbesondere für die moderne Kunst entwickelt hat. 2006 war sie für die in ihrem Haus gezeigte Ausstellung „Jörg Immendorf – Facetten eines Werks“ verantwortlich. Anlässlich dieser Ausstellung hatte sie noch persönlichen Kontakt mit dem damals schon schwer kranken Künstler.

Die Ausstellung ist an diesem Abend geöffnet. Einlass ab 19 Uhr.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Hofheim.