Veranstaltungen 2010

DO / FR, 9. / 10. DEZEMBER, JEWEILS 18 UHR
ZU GAST BEI HOFHEIMER KÜNSTLERN (7)
Atelierbesuch bei einer vielseitigen Bildhauerin: Ingrid Hornef

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Die Bildhauerin Ingrid Hornef hat in drei Jahrzehnten ein umfängliches und facettenreiches Werk geschaffen: Skulpturen, Objekte, Plastiken, Installationen. Ausgehend von stark reduzierten figurativen Formen führte sie ihr Weg mehr und mehr zur konkreten Kunst. Ihre Materialien sind so nicht vollständig aufgezählt: Keramik, Holz, Stein, Metall … und manchmal auch Unmengen von Wegwerfbesteck. Die Formate reichen von Kleinskulpturen bis zu großflächigen Installationen in freier Natur. Ihre Arbeiten waren und sind – von Sylt bis zum Bodensee und ins benachbarte Ausland hinein – regelmäßig in Ausstellungen zu sehen und finden sich zahlreich im öffentlichen Raum. Ingrid Hornef lehrt bei Bildhauer-Workshops und ist Initiatorin und Kuratorin von Bildhauersymposien. Von ihr persönlich in ihre Arbeit eingeführt zu werden, wird ein spannendes Erlebnis.

Atelier der Künstlerin.

FREITAG, 26. NOVEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Ludwig Meidner: Im Nacken das Sternemeer
Lesung aus dem literarischen Werk des Künstlers

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„Leg den Pinsel weg, Kleckser. Genug der farbentriefenden Stunden, der ledernen schwerfälligen Leinwände. Schwing dich endlich aus der Hühle deiner Dachkammer hinauf in den Wolkenhimmel und grüße die Dichter!“ So beginnt der Maler Ludwig Meidner einen der Texte, die 1918 in seine erste Buchpublikation „Im Nacken das Sternemeer“ Eingang fanden. Und diese Texte, die Meidner als Soldat im Ersten Weltkrieg schrieb, als er nicht malen konnte, erweisen seine große Doppelbegabung: Auch als Literat fand er seinerzeit hohe Anerkennung. Die Themen sind die gleichen, denen wir auch in den Bildern seiner expressionistischen Werkphase begegnen: Autobiographisches, seine religiöse Bindung und die moderne Großstadt, die er als Bedrohung empfand. Und so sind sie auch Schlüssel zu seiner Kunst. Das wird an diesem Abend deutlich, wenn der in Frankfurt lebende Schauspieler und Regisseur Stephane Bittoun aus „Im Nacken das Sternemeer“ liest.

Musikalisch umrahmt wird die Lesung von der Pianistin Plamena Doncheva, die zeitgleich entstandene Werke „expressionistischer“ Komponisten zu Gehör bringt. Ludwig Meidner lebte nach seiner Rückkehr aus dem von den Nazis erzwungenen Exil in England dank der Unterstützung durch die Galeristin, Sammlerin und Mäzenin Hanna Bekker vom Rath von 1955 bis 1963 in Hofheim.

In Zusammenarbeit mit der Ludwig-Meidner-Gesellschaft e.V. und dem Stadtmuseum Hofheim.

FREITAG, 12. NOVEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
„… ihr Raum gleich einer schönen Insel…“
Karl Schmidt-Rottluff und Rosa Schapire

Lichtbildervortrag von Dr. Hanna Strzoda, Berlin

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phaenomen expressionismus

Die Kunsthistorikerin Rosa Schapire (1874-1953) setzte sich ebenso wie Hanna Bekker vom Rath mit unermüdlichem Einsatz und grenzenloser Bewunderung für die Karriere Ihres Freundes Schmidt-Rottluff ein. Sie organisierte Ausstellungen seiner Kunst, schrieb Rezensionen und Aufsätze über seine Arbeit, vermittelte ihm einträgliche Kontakte zu Museen und Privatsammlern und veröffentlichte nicht zuletzt ein Werkverzeichnis seiner Druckgraphik. In Ihrem Besitz befanden sich zahlreiche Meisterwerke Schmidt-Rottluffs – Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Druckgraphik ebenso wie kunsthandwerkliche Arbeiten seiner Hand. Den Höhepunkt der Freundschaft zwischen dem Künstler und seiner Mäzenin markiert das Wohnzimmer Rosa Schapires in Hamburg, das Schmidt-Rottluff 1921 zu einem einzigartigen expressionistischen Gesamtkunstwerk ausgestaltete.

In Ihrem reich bebilderten Vortrag wird Dr. Hanna Strzoda, wissenschaftliche Mitarbeiterin der staatlichen Museen zu Berlin und seit vielen Jahren als freie Autorin zum Thema Expressionismus tätig, die Beziehung zwischen Schapire und Schmidt-Rottluff nachzeichnen und anhand einiger Fotografien aus den 20er Jahren das Wohnzimmer wiedererstehen lassen, das seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen gilt.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Hofheim.

DIENSTAG, 26. OKTOBER, 20 UHR
VORTRAG
Die Kunst der BRÜCKE.
Ein Überblick

Ute Löwer-Winter, Kunsthistorikerin

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expressionismus kulturfonds

Vom 13. Oktober 2010 bis zum 20. Februar 2011 zeigt das Stadtmuseum Hofheim die Ausstellung „Brücke und Blaues Haus. Heckel, Kirchner, Schmidt-Rottluff und die Sammlerin Hanna Bekker vom Rath“, die gewichtiger Beitrag zum Kooperationsprojekt „Phänomen Expressionismus“ des Kulturfonds Frankfurt RheinMain ist. Der Kunstverein zeichnet mitverantwortlich für alle Begleitveranstaltungen der Ausstellung. In dem ersten Begleitvortrag der Ausstellung gibt die Kunsthistorikerin Ute Löwer-Winter einen Überblick zu Kunst und Programmatik der wichtigsten Vertreter der Künstlergruppe „Brücke“.

Anhand ausgewählter Bildbeispiele der Künstler Ernst- Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein soll sowohl die künstlerische als auch die gesellschaftliche Intention der Künstlergemeinschaft aufgezeigt werden. Was bewegte diese Künstler, sich über Jahre hinweg in eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft zu begeben? Was wollten sie mit ihrer „neuen Kunst“ erreichen und welche bildnerischen Mittel setzten sie ein? Vorgestellt werden auch die diversen Techniken (Ölbild, Holzschnitt, Plastik), die für die Brücke-Künstler maßgeblich waren.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Hofheim.

DIENSTAG, 19. bis DONNERSTAG, 21. OKTOBER
Große Kunst abseits der großen Straßen
Dreitägige Kunstreise nach Goslar

und Quedlinburg

DONNERSTAG, 7. OKTOBER, 20 UHR
LESUNG ZUR BUCHMESSE
Der argentinische Autor Ariel Magnus liest aus seinem Roman
„Ein Chinese auf dem Fahrrad“

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Ariel Magnus

Foto: Maximiliano Luna/Telam

Buenos Aires – der junge Ramiro wird von dem Chinesen Li, dem man Brandstiftung zur Last legt, im Gerichtssaal als Geisel genommen und im Chinesenviertel bei dessen Familie versteckt. Der Roman schildert, wie sich – dank Lis hübscher Schwester Yintai – dem Einheimischen allmählich die unbekannte Welt der Immigranten erschließt und wie Opfer und Täter Freunde werden. Dabei gewährt der Autor durchaus kritische, aber differenzierte Einblicke in die argentinische Wirklichkeit. Es ist ein Buch über Migration, Vorurteile und kulturelle Klischees – bei allem Ernst aber hochvirtuos und mit großem Witz geschrieben. So wird es ein Spass, dem Autor, der die deutsche Übersetzung selbst liest, zuzuhören. Ariel Magnus wurde 1975 in Buenos Aires geboren. Er studierte in Deutschland. Hier schrieb er auch mehrere Jahre für die „taz“ in Berlin. Heute lebt er als Autor und literarischer Übersetzer in Argentinien, wo er bislang fünf Bücher veröffentlichte. Für „Ein Chinese auf dem Fahrrad“ erhielt er 2007 den internationalen Literaturpreis „Premio La otra orilla“.

Stadtmuseum

FREITAG, 24. SEPTEMBER, 20 UHR
Klaviertrios von Beethoven, Schumann und Schostakowitsch.
Valentin Blomer, Klavier,
Almut Luick, Violine,
Bianca Breitfeld, Violoncello

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Nach seinem umjubelten Auftritt bei dem Gedenkkonzert für seine Hofheimer Lehrerin, die Klavierpädagogin Gisela Frank, vor zwei Jahren erwartet uns eine erneute Begegnung mit dem großartigen Pianisten. Valentin Blomer wird diesmal begleitet von seinen ständigen Kammermusikpartnerinnen Almut Luick, Violine, und Bianca Breitfeld, Violoncello. Alle drei sind gefragte, erfolgreiche Solisten und Kammermusiker.
Das Trio spielt ein überaus reizvolles Programm: Ludwig van Beethovens Trio Es-Dur op. 1/1, Robert Schumanns Trio d-moll op. 63 und das Trio e-moll op. 67 von Dimitri Schostakowitsch. Freuen Sie sich auf einen besonderen Höhepunkt im Hofheimer Musikleben dieses Herbstes.

Stadthalle

FREITAG, 17. SEPTEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Autorenlesung Andreas Maier
„Onkel J. Heimatkunde“

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andreas maier

Foto: Jürgen Bauer

Seit seinem erfolgreichen Debut mit „Wäldchestag“ (2000) hat Andreas Maier eine Reihe weiterer Romane geschrieben und dafür zahlreiche Preise erhalten, darunter 2009 als erster den Robert-Gernhardt-Preis. Hierzulande weniger bekannt sind die Kolumnen, die Maier seit Jahren in der österreichischen Literaturzeitschrift „Volltext“ veröffentlichte. Das galt jedenfalls so lange, bis diese Kolumnen im Frühjahr als Buch erschienen: „Onkel J. – Heimatkunde“. Aus diesen Buch liest Andreas Maier seitdem besonders gern vor und sein Publikum dankt es ihm stets mit Begeisterung. Im Kern der Episoden geht es um die Frage, warum die Veränderung des Unerträglichen oft noch viel unerträglicher ist als das Unerträgliche selbst. Heimatkunde ist eine ironische Untertreibung für Maiers Welt aus Familie, Fußball, Apfelwein, Thomas Bernhard, dem Matthäus-Evangelium, Ängsten, Kneipenfreuden und -nöten, in deren Mittelpunkt sein wenig lebenstauglicher Wetterauer „Onkel J.“ steht. „Diese Kolumnen leuchten, allerdings rabenschwarz, und sie perlen, allerdings wie Apfelwein. Aber sie halten länger“ (Hubert Spiegel, FAZ).

Stadtmuseum

DONNERSTAG / FREITAG, 19. / 20. AUGUST, jeweils 18 UHR
ZU GAST BEI HOFHEIMER KÜNSTLERN (6)
Atelierbesuch Gernot Fach
Ein „metaphysischer Realist“?

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Gernot Fach

G.Fach, o.T., 1987

Gernot Fach, geboren 1936 in Hofheim, war Mitglied der „Hofheimer Gruppe“. Er hat ein umfangreiches, subtiles Werk geschaffen, dem er das Attribut „Metaphysischer Realismus“ zuordnet. Für ihn kommt die Inspiration des Künstlers aus jenem Grenzbereich, der außerhalb der logisch rationalen, also ausschließlich physikalischen Realität zu suchen ist. Gleichwohl sind für ihn Inspiration und Intuition nicht minder reales Erleben als die körperlich sinnliche Erfahrung der stofflichen Wirklichkeit. Was dies für seine Bildwelt , seine Themen, seine Farben, seine Formen bedeutet, erfahren Sie im persönlichen Gespräch mit dem Künstler an seinem Arbeitsplatz.

Atelier des Künstlers

FREITAG, 9. JULI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Katalanisches Gesprächskonzert
Eine Einführung in den Flamenco mit Musik und Tanz – Unser Beitrag zum KreisStadtSommer

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Flamenco

Was steckt hinter dem Flamenco? Wo kommt er her? Welche Rolle spielte er als Schmelztiegel der Kulturen? Was gibt er uns heute als globales kulturelles Ereignis zurück? Welche musikalischen und tänzerischen Mittel charakterisieren eine Alegria oder Buleria? Wann ist der Flamenco traurig?

Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen erfahren Sie bei unserem von der Kulturanthropologin und Flamencoforscherin Irina Andrei moderierten „Gesprächskonzert“. Mit vielen praktischen Beispielen, die ausgewählte professionelle Tanz-, Gesangs- und Instrumentalsolisten darbieten, öffnet sich uns die faszinierende Welt des Flamenco.

Stadtmuseum

FREITAG, 18. JUNI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Gedichte von Eva Strittmatter
Lesung mit Ursula Illert und Christopher Brandt, Gitarre

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Ursula Illert ist eine Schauspielerin mit Theater-, Fernseh- und Funkerfahrung, in deren künstlerischen Arbeit Rezitation und Lesung einen hervorragen-den Stellenwert haben. Bei zahlreichen Auftritten im Kunstverein haben wir ihre angenehme Stimme und ihren passionierten Vortrag schätzen gelernt. Heute widmet sie sich der Lyrik von Eva Strittmatter, der 1930 in Neuruppin geborenen, in Ost und West mit hohen Preisen ausgezeichneten Schriftstellerin.

In ihren Gedichten spricht sie mit schlichter Ehrlichkeit über Hoffnungen und Ängste, Liebe und Freundschaft, Krankheit und Tod. Besonders schön sind ihre Naturbeschreibungen. Den passenden musikalischen Rahmen besorgt der Gitarrist, Komponist und Lehrer Christopher Brandt, der seit 2008 Professor für Gitarre und Methodik an der Musikhochschule Frankfurt ist.

Stadtmuseum

DIENSTAG, 8. JUNI, 20 UHR
Lieder von Robert Schumann –
am 200. Geburtstag des Komponisten

Hans Georg Dechange, Berthold Mann-Vetter, Ulrike Morlang, Doris Peuckert

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Es ist ein ganz besonderes Schumann-Programm, das Ulrike Morlang (Sopran), Doris Peuckert (Alt), Florian Brauer (Tenor) und Hans-Georg Dechange (Bass) mit der Begleitung von Berthold Mann-Vetter am Klavier zu Gehör bringen. 1849 komponierte Schumann das Spanische Liederspiel op. 74, das Minnespiel op. 101 und die Spanischen Liebeslieder op. 138.

Diese „Liederspiele“ für ein Sängerquartett und Klavier sind „konzertante Opern“ für die im 19. Jahrhundert besonders gepflegte Hausmusik – aber durchaus mit Anspruch an die Ausführenden. Die Auswahl der vertonten Gedichte folgt einem dramaturgischen Faden: Erste Begegnung, Liebeshoffnung und -werben, Sehnsucht, Zweifel und schließlich doch Erfüllung und Liebesglück.

Die Sänger rund ums Klavier werden zu Charakterdarstellern und handelnden Personen, die einander mit Temperament und Empfindungen begegnen. Den Abend veranstalten wir gemeinsam mit der Musikschule – Akademie.

Stadtmuseum

FREITAG, 28. MAI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Weltentaumel. Ludwig Meidners expressionistische Werkphase
Vortrag von Dr. Martina Padberg, Bonn – gemeinsam mit der Ludwig Meidner-Gesellschaft

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Manchen gilt er als der expressionistischste der Expressionisten. Und wenn man seine vor und während des ersten Weltkriegs entstandenen „Apokalyptischen Landschaften“ betrachtet, dann ist das nicht von der Hand zu weisen. In die wohl bedeutendste Schaffensphase des begnadeten Malers, Grafikers und Literaten Ludwig Meidner (1884 – 1966) führt an diesem Abend die Kunsthistorikerin und Kuratorin Dr. Martina Padberg ein, mit der wir eine überaus kompetente Spezialistin für die Künstler des Expressionismus als Referentin gewinnen konnten.

Ludwig Meidner lebte nach seiner Rückkehr aus dem englischen Exil dank der Unterstützung durch Hanna Bekker vom Rath seit 1953 zehn Jahre lang in Hofheim. Hieran anknüpfend will die 1990 in Hofheim gegründete Ludwig-Meidner-Gesellschaft die Erinnerung an den Künstler lebendig halten. Die Ludwig-Meidner-Gesellschaft ist Mitveranstalterin dieses Abends.

Stadtmuseum

FREITAG, 6. MAI, 18 UHR
SAMSTAG, 7. MAI, 18 UHR
SONNTAG, 8. MAI, 18 UHR
Es gibt keine Gespenster
Tanztheater für Kinder von Andrea Simon/Tanzplan
in Zusammenarbeit mit Tanzplan

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An gleich drei Abenden Anfang Mai präsentiert die Hofheimer Choreografin und Projektkünstlerin Andrea Simon ihr neues Tanztheaterprojekt für Kinder. „Es gibt keine Gespenster“. 55 Kinder und Jugendliche erzählen tanzend und spielend zu der Musik von Boris Bergmann und Johannes Drescher die Geschichte des Mädchens Antonia. Das erlebt eine gruselige Nacht mit vielen aufregenden Gespenstern und findet überraschend einen neuen Freund. Es ist eine Geschichte „über Angst haben, streitende Eltern, lebendige Klobürsten, Schnapsideen, Doppelgänger und den ganzen anderen normalen Wahnsinn“.

Mit der neuen Produktion feiert das Tanzplan-Kinder- und Jugendensemble sein 20-jähriges Bestehen. Seine Projekte zeichnen sich durch ihre hohe künstlerische und pädagogische Qualität aus und sind preisgekrönt: 2005 beim Wettbewerb „Kinder zum Olymp“ und 2007 beim Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler. Auch die neue Produktion lässt also ein spannendes Erlebnis auf hohem Niveau erwarten.

Der Kunstverein freut sich, das Projekt „Es gibt keine Gespenster“ als Mitveranstalter unterstützen zu können.

Stadthalle Hofheim

DONNERSTAG / FREITAG, 15. / 16. APRIL, jeweils 18 UHR
Zu Gast bei Hofheimer Künstlern (5)
Atelierbesuch bei Prof. Dieter Brembs

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Eine weitere Facette in der Vielfalt künstlerischen Schaffens in Hofheim: Dieter Brembs, von 1975 bis 2003 Professor für Zeichnung an der Akademie für Bildende Künste an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz arbeitet vorwiegend mit zeichnerischen Techniken und Mitteln. „Ich habe aber zeitlebens eine schwache Immunabwehr gegen ‚Infektionen’ zum Beispiel aus der Malerei und aus der Bildhauerei, mit der ich mich seit einen Jahr intensiver beschäftige.“

Dieter Brembs Zeichnung

„Da die Zeichnung selbst ein sehr bewegliches Medium ist, habe ich mich stets zu allem, was mich daran interessierte, verführen lassen. Hier gibt es für mich auch keine zeitliche Einschränkung. Die alte und sehr alte (prähistorische) Kunst faszinierte mich stets vielleicht sogar mehr als die aktuelle.“ Im Studium der frühen 60-er Jahre waren für Prof. Brembs Klee und Picasso die künstlerischen Leitfiguren. Heute begeistert ihn Alberto Giacometti, „der auch in die Vergangenheit zurückgeschaut hat.“

Dieter Brembs war bis zu deren Auflösung Mitglied der „Hofheimer Gruppe“ und schloss sich danach – mit regelmäßiger Ausstellungsbeteiligung – der „Pfälzer Sezession“ an.

Atelier des Künstlers

FREITAG, 26. MÄRZ, 20 UHR
Mitgliederversammlung
Musikalisches Programm: Vokalensemble “Sing 4 fun“

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Im Beiprogramm: „Musik macht Schule“ mit dem Vokalensemble „Sing4fun“

In der Mitgliederversammlung berichten wir über das erfolgreich verlaufene vergangene Jahr und stellen die Veranstaltungen vor, die wir noch für 2010 geplant haben.

Sing4fun

Wenn die Formalitäten erledigt sind, folgt wie üblich ein musischer Teil. Mit seinem Programm „Musik macht Schule“ lässt uns das a-capella-Ensemble „Sing4fun“ aus Hofheim auf humorvolle Weise einen Schultag der anderen Art erleben. Denn hier erhalten Sie Antworten auf Fragen, die in Ihrer Schulzeit offen blieben: Warum ist in der Kunst der Mond oft blau? Was hat sich Mozart bei der „Zauberflöte“ wirklich gedacht? Wie lassen sich romantische Phänomene physikalisch erklären? Können Blumen Walzer tanzen? Und auch in der Frage, wie man Liebeserklärungen in einer Fremdsprache macht, können Sie hier noch etwas lernen.

Sing4fun wurde 2003 gegründet. Seither haben sich die fünf Vokalisten ein umfangreiches Repertoire erarbeitet, das vom Madrigal über das romantische Lied bis zu deutschen und englischen Popsongs reicht. Ihre Konzerte machen einfach Spaß.

Stadtmuseum

DONNERSTAG, 4. MÄRZ, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Georg Kreisler: Lieder zum Fürchten
Mit der Chansonniere und Schauspielerin Monica Arnó, Wien

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„Gehn ma Tauben vergiften im Park…“ Wer kennt sie nicht, die bösen, makabren Lieder des genialen österreichischen Autors, Komponisten, Interpreten und Pianisten Georg Kreisler? An diesem Abend sind sie neu zu erleben. Mit der großartigen Sängerin, Musikerin und Kabarettistin Monica Arnó, einer kongenialen Interpretin der Kreislerschen Lieder. So fragil die Arnó wirkt, so mitreißend ist ihr umwerfendes Temperament, mit dem sie ein Programm voller Humor, Witz, Ironie, Melancholie und Sinnlichkeit präsentiert. Ihr Publikum und die Kritik sind begeistert.

Lieder zum Fürchten, Lieder, die mit dem Entsetzen Scherz treiben, lässig-attraktiv vorgetragen von einer großartigen Künstlerin: Sie werden sich an diesem Abend garantiert nicht langweilen!

Stadtmuseum

FREITAG, 19. FEBRUAR, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Hofheimer Köpfe:
Dr. Erika Haindl spricht über Mehr Mitentscheidungsmöglichkeiten für die „Zivilgesellschaft“ – Eine Utopie?

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Jakob von Uexküll, der Stifter des „alternativen Nobelpreises“, spricht nicht von „Bürgergesellschaft“, sondern von „Zivilgesellschaft“. Er meint damit eine Gesellschaft, die Verantwortung für die eigene Lebenswelt fordert und bereit ist, diese zu übernehmen. Der Begriff bedeutet auch, die komplexen verdeckten Mechanismen, die unsere gegenwärtige Gesellschaft beherrschen, zu durchschauen und beim Namen zu nennen.

Die Kulturanthropologin Dr. Erika Haindl will – ausgehend vom Beispiel des ländlichen Raumes, der eher als traditionell gebunden erfahren und heute in seinen Existenzgrundlagen gefährdet betrachtet wird – aufzeigen, dass es um mehr geht als um historische Dorfbilder und um das darin noch mögliche soziokulturelle Leben. Der allgemeinen Gefährdung unserer Lebensgrundlagen leisteten eher Organisationen wie amnesty international, pro Asyl oder Greenpeace zunehmend internationalen Widerstand. Es dürften diese regionalen, nationalen und internationalen Nichtregierungs-Organisationen sein, die heute eine Entwicklung zu mehr „Zivilgesellschaft“ bewirken.

Dr. Erika Haindl lehrte fast 20 Jahre am Instituts für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, war stellvertretende Vorsitzende des Denkmalsrats des Landes Hessen, Stadtverordnete und Kreistagsabgeordnete, Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie für den ländlichen Raum und fast 20 Jahre Vorsitzende des Kunstvereins. Ihre große Erfahrung bringt sie in einen Vortrag mit reichlich Diskussionsstoff ein.

Stadtmuseum

FREITAG, 5. FEBRUAR, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
1001 Rosen aus Isfahan –
eine literarisch musikalische Reise ins alte Persien

mit Renate Kohn, Gert Zimanowski u.a.

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Die bekannte Schauspielerin Renate Kohn und der Multiinstrumentalist Gert Zimanowski, im Kunstverein schon gute alte Bekannte, gestalten diesen Abend zusammen mit dem persischen Musiker Kambiz Yaghmaei (Santur, Vibrafon) und dem aus Brasilien stammenden Schlagzeuger Cid de Freitas.

Renate Kohn liest Gedichte des altpersischen Dichters Hafis (1327-1390), der Goethe zu seinem „Westöstlichen Diwan“ anregte, und ausgewählte Texte aus dem vor über einem Jahrhundert entstandenen Roman „Die Reise nach Isfahan“ des seinerzeit berühmten französischen Reiseschriftstellers Pierre Loti (1850-1923).

Die Musiker, durchweg Meister ihrer Instrumente, lassen dazu klassische persische Musik ebenso erklingen wie ästhetische moderne Sounds. Klangträume versetzen uns in eine verschwundene Zeit.

Stadtmuseum

FREITAG, 22. JANUAR, 19 UHR
MUSIK IM KREISHAUS
Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs:
Das sonic.art Saxophonquartett
spielt Werke von Glasunow, Tüür, Giesen und Dvorák

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Die Alte Oper steht nicht in Hofheim, aber Konzert können wir hier auch – durchaus auf vergleichbarem Niveau. Internationale Stars der Klassik-Szene präsentieren wir zwar nicht, aber die Jungen Musiker, die alljährlich bei unseren „Konzerten Junger Künstler“ auftreten, haben ihre herausragenden Qualitäten längst bewiesen: Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs des Deutschen Musikrats zu werden, das schaffen nur die Besten. Und seit über 50 Jahren ist für viele von Ihnen dieser wichtige Wettbewerb tatsächlich Startpunkt einer erfolgreichen internationalen Karriere geworden. Die aus Hofheim stammende Sopranistin Ruth Ziesak ist hierfür nur ein Beispiel.

So rechtfertigen unsere „Konzerte Junger Künstler“ regelmäßig hohe Erwartungen. Das gilt auch für den Kammermusikabend am 22.Januar. Ruth Velten, Alexander Doroshkevich, Martin Posegga und Annegret Schmiedl sind das Saxophonquartett sonic.art. Sie treten inzwischen regelmäßig bei großen europäischen Musikfestivals auf und spielen in Orchestern wie den Berliner Philharmonikern und dem Ensemble Modern.

Das Programm des Abends lässt ihr ganzes Können aufscheinen: Glasunow, Tüür, Giesen und das berühmte “Amerikanische Quartett“ von Dvorák, das in der Bearbeitung für Saxophon ganz sicher ein besonderes Erlebnis wird.

Ermöglicht wird das Konzert in Zusammenarbeit mit dem Main-Taunus-Kreis, der es in seine Reihe „Musik im Kreishaus“ aufgenommen hat. Dafür danken wir herzlich.

Landratsamt (Kreishaus)

DIENSTAG, 12. JANUAR, 20 UHR
ZUR AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Heinz Mack und die Gruppe ZERO
Vortrag mit Lichtbildern von
Dr. Renate Petzinger, Wiesbaden

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Heinz Mack, o.T., 1959
© VG Bild-Kunst, Bonn

Heinz Mack, dessen Zeichnungen und Keramiken das Stadtmuseum noch bis zum 28. Februar in einer überaus sehenswerten Auswahl zeigt, war 1958 zusammen mit Otto Piene Gründer der Gruppe ZERO, zu der etwas später auch Günther Uecker stieß. ZERO verstanden die Künstler als Null-punkt, als Tabula-rasa-Situation, von der aus sie in bewusster Abkehr vom damaligen Zeitgeist neuartige Gestaltungswege suchten. Ihre Ideen kreisten um Licht, Struktur, Bewegung, Monochromie. Yves Klein, Fontana, Manzoni und viele andere standen der Gruppe nahe, beeinflussten sie und wurden von ihr beeinflusst. Aus der ersten bedeutenden Künstlergruppe der Nachkriegszeit wurde eine internationale Bewegung.

Einen tieferen Einblick in die Ideen, das Schaffen und die Wirkung dieser Künstler gibt in einem profunden Lichtbildervortrag Dr. Renate Petzinger, gerade in den Ruhestand getretene stellvertretende Leiterin des Museums Wiesbaden. Sie ist mitverantwortlich für die erfolgreiche Arbeit dieses Hauses, die ihre Anerkennung in der Wahl zum „Museum des Jahres“ fand (FAZ vom 11.12.09).

Eine gemeinsame Veranstaltung des Stadtmuseums und des Kunstvereins. Die Ausstellung ist an diesem Abend geöffnet..

Stadtmuseum