Veranstaltungen 2012

FREITAG, 23. NOVEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Marion Brasch liest aus dem Roman ihrer Familie: Ab jetzt ist Ruhe
Moderation: Ulrike Holler

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Foto: Jürgen Bauer

„Roman meiner fabelhaften Familie“ ist der Untertitel dieses ersten Romans von Marion Brasch. Und in der Tat, es ist eine bemerkenswerte Familie. Ihre jüdischen Eltern lernen sich im Exil in London kennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründen sie die Existenz ihrer jungen Familie in Ostberlin. Der Vater will hier seine Ideale als Politiker verwirklichen. Er steigt schließlich zum stellvertretenden Kultusminister der DDR auf. Die drei Söhne – zwei davon werden Schriftsteller, der mittlere Schauspieler – revoltieren gegen die Autorität der Vätergeneration und scheitern an der Wirklichkeit, während die kleine Schwester Versöhnung und Ausgleich sucht. Damit allerdings stößt sie oft genug an Grenzen, auch an ihre eigenen. „Ab jetzt ist Ruhe“ – dieser Spruch, den die unruhigen Kinder mit ihrer Mutter aufsagten und der sie in den Schlaf geleiten sollte, liegt wie ein Motto über diesem Roman, der ein bewegender, oft witziger Rückblick auf die Geschichte ihrer Familie ist und zugleich ihr eigenes Leben in einem Land erzählt, das es heute nicht mehr gibt.

Marion Brasch wurde 1961 in Ostberlin geboren. Sie arbeitete nach dem Abitur als gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. 1987 begann sie als Musikredakteurin beim Jugendsender DT64. Heute ist sie als Rundfunkjournalistin und -moderatorin bei radioeins (RBB) tätig.

Ulrike Holler, bekannte Frankfurter Journalistin, übernimmt dankenswerterweise die Moderation dieses Abends.

Stadtmuseum

FREITAG, 2. NOVEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
ZUR AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Die Kunst des Informel.

Vortrag von Professor Otfried Schütz

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Informel ist eine internationale abstrakte Kunstrichtung, die ihren Ursprung Mitte der 40er Jahre in Paris hat. Im Gegensatz zur rationalen geometrischen Abstraktion sieht sie im Unbewussten die Quelle des künstlerischen Schaffens. Offene Formen, Gestisches, die Farbe stehen im Mittelpunkt eines freien und spontanen Malprozesses. Nach der Zeit des Nationalsozialismus finden hier viele westdeutsche Künstler den Neuanfang und so wird diese Richtung in den 50er und 60er Jahren bei uns vorherrschend. Wichtige Vertreter des deutschen Informel sind zum Beispiel Hubert Berke, Rolf Cavael, Karl Otto Götz, Otto Greis, Hans Hartung, Heinz Kreuz, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Hann Trier oder Fritz Winter. Auch die in der aktuellen Sonderausstellung gezeigten Künstler zählen dazu. Die Ideen der informellen Kunst wirken bis heute fort.

Wir freuen uns, dass wir für diesen Freitag Abend im Museum Prof. em. Dr. Otfried Schütz als Vortragenden gewinnen konnten. Der renommierte Frankfurter Kunstpädagoge versteht es immer wieder, sein Publikum für sein Thema zu begeistern.

Stadtmuseum

SONNTAG, 14. OKTOBER, 11.15 UHR
Eröffnung der Sonderausstellung im Stadtmuseum
Zwischen Abstraktion und Informel.
Siegfried Reich an der Stolpe und Günter Schulz-Ihlefeldt zum 100. Geburtstag

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1912, vor 100 Jahren, wurden Siegfried Reich an der Stolpe und Günter Schulz-Ihlefeldt geboren. Beide ließen sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Hofheim nieder. Beide fanden hier – zwischen Abstraktion und Informel – ihren beachtlichen und vielfältig anerkannten Anschluss an die internationale Moderne. Und gemeinsam ist beiden Künstlern auch, dass sie von der Hofheimer Malerin, Galeristin und Mäzenin Hanna Bekker vom Rath auf diesem Weg begleitet und gefördert wurden. Das alles ist wahrlich Grund genug, dass das Stadtmuseum Hofheim am Taunus gemeinsam mit dem Kunstverein jetzt an das Schaffen beider Künstler in den entscheidenden 1950er und 1960er Jahren erinnert.

Dem Dritten Reich galten alle neuen künstlerischen Tendenzen der Zeit als „entartet“. Die Künstler hatten Arbeitsverbot, ihre Werke wurden aus den Museen entfernt, viele verließen Deutschland, viele gingen in die innere Emigration. Der Kontakt zu den internationalen künstlerischen Entwicklungen ging ganz verloren. Siegfried Reich an der Stolpe und Günter Schulz-Ihlefeldt sind exemplarisch für eine damals jüngere Künstlergeneration, die unter diesen schwierigen Umständen einen Neuanfang suchen musste und ihn – wie die Ausstellung zeigt – auch erfolgreich fand.

Ursula Teschner, Hofheimer Kunsthistorikerin und Galeristin, hat die Ausstellung kuratiert.

Zur Eröffnung der Ausstellung sprechen Gisela Stang, Bürgermeisterin der Stadt Hofheim, Gerhard Marquordt, Vorsitzender des Kunstvereins und Eric Diefenbach, Leiter Private Banking, Naspa Hofheim/Bad Soden. Ursula Teschner führt in die Ausstellung ein. Den musikalischen Rahmen gestaltet der in Hofheim lebende, international bekannte Soulgitarrist Jim Kahr.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Stadtmuseum

MITTWOCH, 10. OKTOBER, 20 UHR
LESUNG ZUR BUCHMESSE: NEUSEELAND
Anthony McCarten stellt seinen neuen Roman „Ganz normale Helden“ vor.
Deutsche Lesung: Stéphane Bittoun

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„Anthony McCarten ist unter den literarischen Exporten aus Neuseeland einer der aufregendsten“ urteilt die International Herald Tribune. Der Autor wurde 1961 in New Plymouth geboren. Er schrieb Theaterstücke, Drehbücher, Gedichte, Kurzgeschichten und Romane, darunter „Superhero“, die Geschichte eines 14jährigen krebskranken Jungen und seiner Familie – international sehr erfolgreich und 2012 verfilmt. Sein Roman „Ganz normale Helden“, gerade auf Deutsch im Diogenes-Verlag erschienen, setzt die Familiengeschichte fort.

Jeff Delpe, 18, versucht vergeblich, seinen Eltern über den Tod seines jüngeren Bruders hinweg zu helfen. Schließlich taucht er spurlos unter, nur eine von ihm sehr erfolgreich betriebene Internetadresse gibt es noch. Sein Vater will nicht noch einen Sohn verlieren und folgt ihm in die fremde Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. In der realen Welt stiftet er dabei jedoch Chaos, droht seinen Job und seine Frau zu verlieren und fällt immer tiefer. Ist das das Ende der Familie Delpe?

Die deutsche Übersetzung liest der Frankfurter Schauspieler und Regisseur Stéphane Bittoun, der bei uns schon mehrfach als eindrucksvoller Rezitator überzeugte. Es moderiert Dr. Viktoria Pollmann.

Stadtmuseum

SONNTAG, 30. SEPTEMBER, 11.15 UHR
HERMANN HAINDL ZUM 85. GEBURTSTAG
Vernissage der Ausstellung „Himmel und Erde“
von Hermann Haindl und Johannes Groht

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Im September feiert Hermann Haindl, der Hofheimer Maler, seinen 85. Geburtstag. Er war – neben großen anderen Verdiensten um unsere Stadt – vor fast 50 Jahren der Initiator und Gründungsvorsitzender des Kunstvereins, der seitdem zu einer festen Institution im Hofheimer Kulturleben geworden ist.

Hermann Haindl zu Ehren zeigt das Stadtmuseum Hofheim am Taunus vom 30.9. bis 28.10.2012 die kleine, aber feine Ausstellung „Himmel und Erde“ mit erst jüngst in ungebrochener Schaffenskraft entstandenen Bildern des Malers und beim Entstehungsprozess dieser Malerei gefundenen Motiven des Fotografen Johannes Groht. Die Fotografie Grohts löst sich nahezu vollständig von der Abbildung des Gegenstands. Die Bildfindungen folgen einer inneren Zwiesprache mit gefundenen Strukturen. Manche Bilder entstehen dabei allein durch die Wahl des Ausschnitts, andere werden mit verschiedenen fotografischen Verfahren weiter bearbeitet.

Maler und Fotograf kennen sich seit Anfang 2011. Hermann Haindl hat Johannes Groht eingeladen, seine Technik auf einige seiner Malgründe anzuwenden. Beide haben die so entstandenen Bilder gemeinsam signiert und weisen so bewusst auf eine gemeinsame Urheberschaft hin.

Zur Vernissage der Ausstellung am 30. September 2012 laden wir Sie herzlich ein. Es spricht Peter Lückemeier, den musikalischen Rahmen gestalten Matthias und David Fuchs.

Stadtmuseum

SONNTAG, 16. SEPTEMBER, 17 UHR
HOFHEIMER KLASSIKKONZERT
Franz Messer (1811 – 1860)
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847)
Sololieder und Vokalquartette

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Drei Konzerte sind in diesem Jahr dem Hofheimer Komponisten Franz Messer gewidmet, um dessen Wiederentdeckung sich Hans-Georg Dechange, der Leiter der Hofheimer Musikschule – Akademie – und künstlerische Leiter der Mendelssohn-Gesellschaft Bad Soden verdient gemacht hat. Das zweite Konzert der Reihe stellt das Vokalwerk des Romantikers vor. Zu hören sind Sololieder und Vokalquartette von Franz Messer und – zum aufschlussreichen Vergleich – von seinem Freund Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Das Aufkeimen des Männerchorwesens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts löste eine wahre Flut von Liederkompositionen aus. Werke für Solostimmen und Vokalquartette entstanden ebenfalls in großer Zahl. Auch Franz Messer nahm sich der Gattung an. Seine Werke waren so beliebt, dass sie bei André in Offenbach und Breitkopf und Härtel in Leipzig gedruckt wurden. Anders als Mendelssohns Vokalkompositionen sind sie heute aus den Katalogen verschwunden, was keineswegs mangelnder Qualität, sondern eher dem Wandel des Zeitgeschmacks geschuldet ist.

Die Ausführenden des Konzerts sind Ulrike Morlang, Sopran, Doris Peuckert, Alt, Ivan Rupcic, Tenor, Hans-Georg Dechange, Bass, und Berthold Mann-Vetter, KLavier.

Das Konzert findet in der Reihe „Main-Taunus-Konzerte“ im Landratsamt statt. Gemeinsame Veranstalter sind der Main-Taunus-Kreis, die Musikschule Hofheim und der Kunstverein Hofheim.

Landratsamt, Am Kreishaus 1-5, Hofheim

FREITAG, 7. SEPTEMBER, 20 UHR
RUSSEN JUDEN DEUTSCHE
MICHAEL KERSTGENS ÜBER SEINE FOTOGRAFIEN
ES LIEST DER SCHAUSPIELER JOACHIM KRÓL

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Bis zum 16. September läuft im Stadtmuseum eine sehenswerte Ausstellung zum Thema Schwarzweissfotografie, mit der die Marta Hoepffner Gesellschaft zu RAY 2012 beiträgt, dem die ganze Region erfassenden Fotografieprojekt. Das hochinteressante Rahmenprogramm wird gemeinsam vom Stadtmuseum, der Marta Hoepffner Gesellschaft und dem Kunstverein getragen.

Der Fotograf Michael Kerstgens, Teilnehmer der Ausstellung, stellt seine Langzeitdokumentation über jüdische Einwanderer in Deutschland vor, mit der er sich seit 1992 in zehnjährigen Abständen befasst. Dazu ist gerade das Buch „Neues Leben – Russen Juden Deutsche“ mit Texten von Wolfgang Büscher, Hanno Loewy und Theresa Ziehe erschienen, aus dem der bekannte Schauspieler Joachim Król lesen wird.

Stadtmuseum.

DONNERSTAG, 30. AUGUST
ZU GAST BEI HOFHEIMER KÜNSTLERN (11)
Atelierbesuch bei Helge W. („Bomber“) Steinmann:
Der Maler mit der Farbsprühdose

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Mein Museum ist der öffentliche Raum, sagt er selbst. Und dieses grenzenlose Museum befindet sich in Hofheim, Hattersheim, Frankfurt, München, La Gomera oder Paris,. Er ist einer der bekanntesten und anerkannten deutschen GraffitiMkünstler. Aber er beschränkt sich nicht auf Wände und Mauern. Helge Steinmann stattet den Cirque du Soleil aus, gestaltet Ritzenhoff-Gläser, arbeitet mit Licht und Feuer. Und weil er auch auf Leinwände sprayt, ist seine Kunst an diesem Abend im Atelier zu erleben. Fragen Sie sich noch: Ist das Kunst? Warum ist das Kunst? Dann sehen Sie selbst!

Atelier des Künstlers

FREITAG, 24. AUGUST, 20 UHR
KONZERT MIT PROJEKTIONEN
IMPROVISATIONEN ZU BILDSPRACHE SCHWARZWEISS
SUSANNE KOHNEN, OBOE, SAXOPHON UND THEREMIN

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Bis zum 16. September läuft im Stadtmuseum eine sehenswerte Ausstellung zum Thema Schwarzweissfotografie, mit der die Marta Hoepffner Gesellschaft zu RAY 2012 beiträgt, dem die ganze Region erfassenden Fotografieprojekt. Das hochinteressante Rahmenprogramm wird gemeinsam vom Stadtmuseum, der Marta Hoepffner Gesellschaft und dem Kunstverein getragen. Die Frankfurter Oboistin und Saxophonistin Susanne Kohnen ist seit einigen Jahren bekannt für ihre musika- lischen Improvisationen zu künstlerisch gestalteten Video- sequenzen. An diesem Abend improvisiert sie zu Projektionen ausgewählter Arbeiten aus der Ausstellung.

Stadtmuseum.

DIENSTAG, 21. AUGUST 2012
GROSSE KUNST ABSEITS DER GROSSEN STRASSEN
Kunstfahrt
Das Max Ernst Museum in Brühl
und das Hans Arp Museum in Rolandseck

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Im Max Ernst Museum und im Hans Arp Museum sind neben ausgewählten Werken der namensgebenden Künstler interessante Sonderausstellungen zu sehen. Beide Museen zeichnen sich aber auch durch architektonisch sehr gelungene Erweiterungsbauten aus. Bei den Führungen werden wir die Aufmerksamkeit der 50 Teilnehmer nicht nur auf die gezeigte Kunst lenken, sondern uns auch amit der herausragenden Architektur auseinandesetzen.

DIENSTAG, 17. JULI
KUNSTFAHRT ZUR DOCUMENTA 13 NACH KASSEL

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Die documenta, weltweit wohl die wichtigste Ausstellung zeitgenössischer Kunst, lassen wir natürlich auch diesmal nicht aus. ZUr Einstimmung dient uns die Themenführung „Unterbrochene Objekte. Was bleibt von den Dingen?“ in der documenta-Halle und der Neuen Galerie. Danach können die Teilnehmer eigene Schwerpunkte setzen.

FREITAG, 13. JULI, 20 UHR
KREISSTADTSOMMER IM WASSERSCHLOSS
Sher on a Shier – Der nicht endende Tanz
Das Klezmer-Konzert mit Sabine Döll und ihrem neuen Ensemble

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Große Erfolge feierten die Hofheimer Flötistin Sabine Döll und die Akkordeonistin Franka Lampe mit „Klezmers Techtern“. Nicht nur, aber oft auch in Hofheim. Nachdem sich das Trio 2010 getrennt hat, haben die beiden Musikerinnen ein neues Klezmer-Ensemble gegründet: Sher on a Shier. Zur Besetzung mit Föten/Kontrabass, Akkordeon und Klarinette (Anja Günther) ist als typisches Klezmer-Instrument die Geige hinzugekommen, gespielt von Johannes-Paul Grässer. Die vier Musiker vereint die Liebe zur Musik der Juden Osteuropas, alle sind seit langem ausgewiesene Meister ihres Fachs. Das bestätigen auch die begeisterten Kritiken, die „Sher on a Shier“ seit seiner Gründung erhalten hat.

Authentischer Klang, hohe Virtuosität, der Tradition verpflichtet, aber offen für Erneuerung, das sind die Kennzeichen des neuen Ensembles. Perfekt bringt es die Magik der Klezmermusik auf die Bühne, den traumhaften Klang, die schönen Melodien, intensive Grooves und mitreissende Stimmungen. Mal traurig, mal lustig. Zum Hören und zum Tanzen.

Open air im Alten Wasserschloss.

FREITAG, 15. JUNI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Zeitgenossen haufenweise.
Ursula Illert liest Kurt Tucholsky und Erich Kästner.
Am Klavier: Anka Hirsch

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Wenn Ursula Illert, hervorragend am Klavier begleitet von Anka Hirsch, Gedichte, Lieder und Texte von Tucholsky und Kästner liest, erwartet Sie ein humorvoller Abend mit Stoff zum Nachdenken.

Ein Satiriker und ein Moralist legen die Welt unter die Lupe. Sie betrachten den Menschen mit kritisch-humorvollem Blick. Beide schreiben mit spitzer Feder, nur ihre Tinte ist verschieden. Tucholsky und Kästner kämpften mit ihren Werken für Menschlichkeit und Toleranz, gegen spießbürgerliche Moral, Faschismus und Militarismus. Sie gehörten damit zu den von den Nationalsozialisten verfolgten Autoren, deren Bücher verbrannt wurden. Ihre Texte sind so aktuell wie damals.

Ursula Illert (Bild) ist ein stets gern gehörter Gast im Kunstverein. Die großartige Rezitatorin ist neben ihren öffentlichen Lesungen für verschiedene Rundfunk- und Fernsehanstalten tätig und veröffentlichte zahlreiche Hörbücher.

Die Musikerin, Komponistin und Musikpädagogin Anka Hirsch arbeitet freiberuflich mit den Schwerpunkten Jazz und Theater.

Stadtmuseum

FREITAG, 1. JUNI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Beethoven.
Eine Musikwerkstatt mit Professor Mathias Fuchs, Klavier

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Seine Gesprächskonzerte sind längst legendär. Er ist eben nicht nur ein hervorragender Pianist, sondern hat sich auch durch die gleichermaßen kompetente wie eloquent unterhaltsame Art einen Namen gemacht, mit der er es versteht, „seine“ Komponisten und deren Werk dem Publikum näher zu bringen.

An diesem „Freitag Abend im Museum“, dem wir wegen des intimeren Rahmens im Stadtmuseum den Titel „Musikwerkstatt“ gegeben haben,widmet sich Mathias Fuchs dem großen Ludwig van Beethoven. Im Mittelpunkt steht die letzte, 1822 entstandene Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111.

Stadtmuseum

DONNERSTAG, 24. MAI, 20 UHR
ZUR DOCUMENTA 12 IN KASSEL
Der Zauber des Anfangs – Arnold Bode und die frühen documenta-Ausstellungen Vortrag von Professor Heiner Georgsdorf

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Die documenta in Kassel, die in diesem Jahr zum zwölften Mal stattfindet, ist heute die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst. 1955 fing alles an. Gründer und Leiter des „Museums der 100 Tage“ war der Künstler und Kunstprofessor Arnold Bode (1900-1977). Über diesen Anfang und die folgenden frühen documenta-Ausstellungen berichtet an diesem Abend Professor Heiner Georgsdorf, als Schüler und Mitarbeiter Bodes ein intimer Kenner der Entstehungsgeschichte der documenta.

Wie ist die documenta entstanden? Warum ist sie überhaupt entstanden? War sie eine kulturelle Arnold Bode Waffe im Kalten Krieg, wie man immer wieder liest? Wie hat sie sich in den ersten 20 Jahren entwickelt? Was war das Besondere an ihr, das sie über andere Großausstellungen hinaushob und zur Weltkunstausstellung machte? Auf diese und mehr Fragen zur documenta gibt Heiner Georgsdorf Antworten aus erster Hand.

Stadtmuseum

SONNTAG, 13. MAI, 18 UHR
KONZERTZYKLUS FRANZ MESSER (I)
Chor- und Orchesterkonzert mit Werken des wiederentdeckten
Hofheimer Komponisten Franz Messer (1811- 1860)

MITTWOCH, 9. MAI, 20 UHR
MITTWOCH (!) ABEND IM MUSEUM
Autorenlesung:
Thomas Lehr liest aus seinem Roman „September. Fata Morgana“

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Foto: Volker Heinle

Zwei Väter und zwei Töchter, zwei parallele Lebensgeschichten in den USA und im Irak. Ihre Schauplätze sind weit entfernt, und doch verbinden sie zwei politische Ereignisse: Sabrina stirbt am 11. September 2001 im New Yorker World Trade Center, während Muna 2004 in Bagdad bei einem Bombenanschlag ums Leben kommt. Thomas Lehr, in Deutschland „einer der klügsten und brillantesten Schriftsteller“ (FAZ) begibt sich in seinem grandiosen, vielschichtigen Werk auf eine literarische Grenzwanderung zwischen zwei Kulturen. In einer verdichteten, lyrischen Sprache erzählt der Roman vom Islam, von Öl, Terror und Krieg und von zwei Frauen, die stellvertretend für die Opfer dieses Konflikts stehen. Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren, lebt in Berlin. Der vielfach ausgezeichnete Autor veröffentlichte seit 1999 mehrere Romane und Novellen, mit denen er zum Teil auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. 2011/2012 ist er Stadtschreiber von Bergen. „September. Fata Morgana“ erschien 2010.

Stadtmuseum

FREITAG, 13. APRIL, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Lieder der Welt
Norma Lerer, Alt
Roumania Kirtcheva, Klavier

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Sie wird in Buenos Aires geboren, gewinnt als junge Künstlerin internationale Wettbewerbe, steht als Opernsängerin auf den Bühnen der Mailänder Scala und des Theater an der Wien, konzertiert mit Karl Richter, Helmut Rilling, Claudio Abbado, Yehudi Menuhin oder Nikolaus Harnoncourt, nimmt Schallplatten mit weltweit renommierten Orchestern auf und ist eine gesuchte Lied- und Oratorieninterpretin: Die Altistin Norma Lerer. Heute lebt die Künstlerin in Nürnberg und in der Schweiz und geht nach wie vor einer regen Konzerttätigkeit nach. Einem persönlichen Kontakt verdanken wir es, dass wir sie zu diesem Liederabend nach Hofheim einladen konnten. Das Programm „Lieder der Welt“ lässt uns das große Können der Sängerin in seiner ganzen Vielseitigkeit erleben. Wir begegnen Werken von Pergolesi, Händel, Schubert, Schostakowitsch und Mussorgsky, von Komponisten ihrer argentinischen Heimat und aus der jüdischen Überlieferung. Partnerin am Klavier ist die Bulgarin Roumania Kirtcheva, die heute in der Schweiz lebt und von dort aus einer internationalen Konzerttätigkeit nachgeht.

Stadtmuseum

FREITAG, 23. MÄRZ, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
In der Reihe „Hofheimer Köpfe“
Arnd Brummer, Chefredakteur des Magazins „Chrismon“: Wie und warum mache ich „Chrismon“?

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Jeden Monat 1,6 Millionen Exemplare, aber für eine klar bestimmte Zielgruppe. Anspruchsvoller Journalismus, aber kostenlos. Evangelisch, aber nicht missionarisch. Das sind einige, sicher nicht die einzigen, Merkmale des Magazins „Chrismon“, das auch Ihnen als Leser zum Beispiel der FAZ oder der „Zeit“ schon oft als „Supplement“ ihrer Zeitung in die Hände gefallen ist. Vielleicht haben Sie sich dann gefragt: Was ist das für eine Zeitschrift? Wie wird sie gemacht? Warum wird sie gemacht? Warum wird sie gerade so gemacht? Und wer macht sie eigentlich? Zu ihren Machern gehört Arnd Brummer, der seit einigen Jahren in Hofheim lebt. Er ist ein Journalist mit großer Erfahrung aus ganz unterschiedlichen beruflichen Stationen. Seit der Gründung von Chrismon vor 12 Jahren ist er als Chefredakteur dabei. Er war auch schon Chefredakteur des renommierten Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatts, in dessen Nachfolge Chrismon entstand. Sein Vortrag wird uns einen aufschlussreichen Blick hinter die Kulissen einer journalistischen Tätigkeit gewähren, die gerade deshalb so interessant ist, weil sie sich im Rahmen der kirchlichen Publizistik außerhalb des Mainstreams bewegt.

Stadtmuseum

Die Veranstaltung
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Franziska Gerstenberg
liest aus ihrem neuen Roman
„Spiel mit ihr“

FÄLLT LEIDER AUS

FREITAG, 24. FEBRUAR, 20 UHR
Mitgliederversammlung
Im Anschluss spielen Teddie Hwang (Flöte) und Gerald Stempfel (Gambe) Alte Musik

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Rechenschaftsbericht des Vorstands, Wahl der Vorstandsmitglieder – einmal im Jahr muss das sein. Interessanter dürfte es für die meisten sein, dass wir bei der Mitgliederversammlung das gesamte Veranstaltungsprogramm für das neue Jahr vorstellen. Kunst, Musik, Literatur, vielseitig und auf hohem Niveau wie immer. Sie dürfen gespannt sein.

Teddie Hwang und Gerald Stempfel

Mehr als eine Kostprobe gibt es gleich im Anschluss an die Formalitäten. Wir konnten für den Abend zwei hervorragende Interpreten Alter Musik gewinnen, die auf Traversflöte und siebensaitiger Gambe ein abwechslungsreiches Programm spielen, bei dem französische und deutsche Kompositionsstile gegenübergestellt werden. Die aus Hongkong stammende Flötistin Teddie Hwang lebt in Hofheim. Ihre Ausbildung erhielt sie am Koninklijk Conservatorium in Den Haag und an der Indiana University (USA). Gerald Stempfel spielt verschiedene historische Instrumente, die er in Amsterdam und Basel studierte. Beide gewannen Preise bei verschiedenen Wettbewerben, spielten zahlreiche Aufnahmen bei Rundfunkanstalten in Europa, Amerika undAsien ein und sind auf mehreren CDs zu hören. Teddie Hwang und Gerald Stempfel sind u.a. Mitglieder des Alte-Musik-Ensembles „Le Mercure“.

Stadtmuseum

DO, 9. UND FR, 10. FEBRUAR, 18 UHR
ZU GAST BEI HOFHEIMER KÜNSTLERN (11)
Atelierbesuch
bei Ingrid Manzano Stein

Graphische Arbeiten

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Auf die Begegnung mit Ingrid Stein mussten wir etwas warten. Aber jetzt ist der Umbau der Krebsmühle, in der sich ihr Atelier befindet, endlich fertig. An zwei Abenden im Februar wird sie uns ihre grafischen Arbeiten zeigen und erläutern.

Ingrid Steins Farbradierungen der letzten Jahre sind häufig inspiriert von erinnerten oder aus der Kunstgeschichte stammenden Vor-Bildern. Ausgangspunkt einer Serie von Arbeiten ist zum Beispiel der apokalyptische Wassersturz in einem aquarellierten Traum Albrecht Dürers. Und in Kalifornien hat sie mehr als einmal erlebt, zu welchen Erschütterungen die Natur fähig ist. Im Gestaltungs- und Druckprozess, in dem eine Vielzahl von Platten als modulares Material verwendet werden, verdichtet und verwandelt sie das Motiv zur eigenen künstlerischen Aussage und lässt mit Mitteln der Vervielfältigung Unikate – Variationen auf ein Thema – entstehen. Sie nutzt dabei die Fähigkeit der Kunst, dem Bedrohlichen eine tröstende Schönheit zu geben.

Die Künstlerin lebt und arbeitet in Hofheim und in Los Angeles. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und in den Vereinigten Staaten zu sehen.

Atelier der Künstlerin

SONNTAG, 22. JANUAR, 17 UHR
MAIN-TAUNUS-KONZERT IM LANDRATSAMT
Neujahrskonzert: „Wiener Blut“
Das Kreisler-Quintett mit Almut Frenzel-Riehl

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Leicht, beschwingt, unsterblich, so sind die Melodien, die die Wiener Komponisten Johann Strauß (Vater und Sohn), Joseph Strauß, Fritz Kreisler, Joseph Lanner und andere im 19. Jahrhundert schufen. In Hofheim sind sie in diesem Jahr live zu erleben, dargeboten von einem neuen hervorragenden Kammermusik-ensemble: Dem Kreisler-Quintett. Die aus Hofheim stammende Geigerin Almut Frenzel-Riehl, Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, tat sich 2010 mit Susanne Laubstein, Violine, Miyuki Saito, Viola, Bianca Breitfeld, Violoncello, und dem renommierten Wiener Kontrabassisten Mario Schott-Zierotin zusammen. Das junge Ensemble wurde auf Anhieb zu mehreren Aufsehen erregenden Konzerten engagiert und erspielte sich einen festen Platz in der Kammermusikreihe der Oper Frankfurt.
Das international besetzte Ensemble hat sich als Schwerpunkt die Wiener Musik gewählt und bringt dabei immer wieder verborgene Schätze ans Licht. Gern werden während des Konzerts launige Anekdoten und Wissenswertes rund um die gespielte Musik, deren Schöpfer und historische Zusammenhänge erzählt.


Das Konzert richtet der Kunstverein in dankenswerter Zusammenarbeit mit dem Main-Taunus-Kreis aus.

Landratsamt des Main-Taunus-Kreises, Am Kreishaus 1