Veranstaltungen 2013

FREITAG, 22. NOVEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Von Liebe und Treue, Lug und Trug.
Märchen der Brüder Grimm, gelesen von Hannelore Marzi.
Musik: Betty Nieswandt, Flöte

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Wer ist die Schönste im ganzen Land? Welcher Sohn bekommt das Königreich? Ist es das Geld wert, dem Teufel seine Seele zu verkaufen? In den Märchen der Brüder Grimm und in allen Märchen der Welt werden diese Lebensfragen symbolisch gelöst. Darin liegt die große Bedeutung der Märchen, die nie vergeht und nie veraltet. Hannelore Marzi erzählt die Märchen. Ihre wunderbareStimme interpretiert sie und führt uns zu einem tieferenVerständnis. Diese Erzählstunde wird bereichert und gestaltet durch die Flötenmusik, die Betty Nieswandt zwischen die einzelnen Märchen setzt. Eine Veranstaltung zum 250. Geburtstag der Brüder Grimm.

Stadtmuseum

FREITAG, 8.NOVEMBER, 20 UHR
ZUR AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Hanna Bekker vom Rath – Leben für die Kunst.
Marian Stein-Steinfeld hat die Biografie ihrer Großmutter geschrieben und liest daraus

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Hanna Bekker vom Rath Selbstbildnis mit Hut, 1948 2013 jährt sich der Geburtstag der Künstlerin, Kunsthändlerin und Mäzenin Hanna Bekker vom Rath (1893–1983) zum 120. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Stadtmuseum Hofheim vom 25. Oktober 2013 bis zum 23. Februar 2014 die Ausstellung „Malerische Dialoge mit Hanna Bekker vom Rath“ (Arbeitstitel). Zu Portraits und weiteren Werken aus ihrem eigenen Schaffen treten Skulpturen und Bilder von etwa 30 Künstlern in Dialog, die ihr verbunden waren. Ihre Enkeltochter, die Kunsthistorikerin Marian Stein-Steinfeld, beschreibt das Leben Hanna Bekker vom Raths in einer umfassenden Biografie, die demnächst erscheinen wird. Für unsere Lesung hat sie daraus Kapitel ausgesucht, die den familiären Hintergrund und die erste Lebenshälfte bis etwa 1940 beleuchten. Diese Zeitspanne wurde in Hofheim bisher noch wenig gewürdigt. Die Lesung wird daher interessante neue Erkenntnisse über die bedeutende Hofheimerin vermitteln.

Stadtmuseum

DONNERSTAG, 24. OKTOBER, 18 UHR
ZU GAST BEI HOFHEIMER KÜNSTLERN
Der Fotograf Reinhold Schultheiß

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Reinhold Schultheiß, 1952 im oberhessischen Lauterbach geboren und nunmehr über 30 Jahren in Hofheim ansässig, lässt sich seit seiner Schulzeit von der Fotografie faszinieren. Im Laufe der Zeit wurde, fast unmerklich, die Grenze vom begeisterten Hobbyfotografen zum engagierten, zielgerichteten Fotografen überschritten. Zu dieser Entwicklung trugen Seminare z. B. bei der amerikanischen Fotografin Susan Lipper und bei Professor Harald Mante bei. Inspiriert von den Meisterwerken des tschechischen Meisterfotografen Tono Stano, widmete sich seine erste Ausstellung im Jahr 2001 der Aktfotografie. Spätere Präsentationen zeigten Bilder der Wüste und karger arktischer Land-schaften, die Schultheiß von ausgedehnten Rucksacktouren mitbrachte. Ihn interessiert dabei nicht das typische „Hier-war-ich-Bild“. Oft sind es nur einsame Grashalme, bizarre Eisstücke oder die Struktur eines Felsens, die die Seele der Landschaft wiederspiegeln. Mittlerweile zur digitalen Fotografie gewechselt, fotografiert Schultheiß nichtsdestotrotz im klassischen Sinn. Das handwerklich saubere Negativ, egal ob auf Chip oder Film, stellt für ihn die Grundlage des späteren Bildes dar.

Stadtmuseum.

FREITAG, 11. OKTOBER, 20 UHR
LESUNG ZUR BUCHMESSE
Der brasilianische Autor Luiz Ruffato liest aus seinem Roman
„Es waren viele Pferde“

Übersetzung und Moderation: Michael Kegler

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Luiz Ruffato Luiz Ruffato ist einer der erfolgreichsten Vetreter der neuen Literatur Brasiliens, des diesjährigen Gastlands der Buchmesse, bei der er die Eröffnungsrede hält. Gerade in deutscher Übersetzung erschienen ist sein Roman „Es waren viele Pferde“, aus dem er an diesem Abend lesen wird. In 69 Miniaturen – Schlaglichtern, Szenen, Gedanken – entwirft der Autor, der selbst als Popcornverkäufer aus dem Hinterland Brasiliens in die Stadt gekommen ist, ein kaleidoskopartiges Bild der Megacity Sao Paulo. Mit kurzen, straffen Strichen zeichnet er ein Land, das unter Gewalt und Entwurzelung leidet und der Gegenwart zu trotzen versucht. Es ist ein glücklicher Zufall, dass Michael Kegler, der den Roman ins Deutsche übertragen hat, in Hofheim lebt. So konnten wir ihn dafür gewinnen, bei unserer Lesung den Part der deutschen Übersetzung zu übernehmen. Er wird das Gespräch mit Luiz Ruffato moderieren.

Stadtmuseum

SAMSTAG, 5. OKTOBER, 20 UHR
Kammermusik für Streichquartett und Harfe.
Das Hába-Quartett und Anne-Sophie Bertrand spielen Haydn, Caplet, Fauré und Smetana

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Nach längerer Zeit findet wieder ein Konzert des Kunstvereins im Malersaal der Stadthalle statt. Die Ausführenden sind das renommierte Frankfurter Hába-Quartett und die Harfenistin Anne-Sophie Bertrand. Die fünf Musikerpersönlichkeiten aus 5 Nationen sind alle Mitglieder des hr-Sinfonieorchesters. Das Hába-Quartett konzertiert in dieser Besetzung seit beinahe 20 Jahren. Zur Aufführung gelangen das „Kaiserquartett“ von Joseph Haydn, André Caplets „Conte Fantastique“, das Impromtu op.86 für Harfe solo von Gustave Fauré und das Streichquartett Nr. 1 „Aus meinem Leben“ von Bedrich Smetana. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass Caplet seine „Conte Fantastique“ im Jahre 1919 nach einer Novelle von E.A. Poe (1842) komponiert hat: „Die Maske des roten Todes“. Bevor das Stück erklingt, wird Viktoria Pollmann eine Zusammenfassung der Novelle lesen.

Stadthalle Hofheim, Malersaal

FREITAG, 13. SEPTEMBER 2013, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Archaik – Klassik – Hellenismus
Die Skulpturen der Griechen: Höhepunkte der Kunst des Altertums.

Vortrag von Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann,
Liebieghaus, Frankfurt

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Weil wir ja heute nicht mehr an Zeus und Aphrodite glauben, entstehen bei unserem Symposium ganz andere Skulpturen, als sie die antiken griechischen Meister schufen. Aber es ist ein reizvoller Gedanke, sich gerade in unserem Kontext mit der Andersartigkeit der damaligen Kunst auseinanderzusetzen. Einer Kunst, die noch etwas anders war, als wir bisher glaubten. Der Klassische Archäologe Vinzenz Brinkmann ist Leiter der Antikensammlung des Liebieghauses in Frankfurt. Bei seiner Forschungsarbeit befasst er sich besonders mit der wiederentdeckten Polychromie der antiken Skulpturen.

„Freitag Abend im Museum“
Stadtmuseum Hofheim am Taunus

SAMSTAG, 7. SEPTEMBER 2013, 19 UHR
Kunst begreifen.
Eine sinnliche Annäherung an Kunst.

Wie Sehbehinderte Kunst erleben.

Vortrag von Heike-Marei Heß,
Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte

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Kunst ist etwas Sinnliches. Wir erfassen es mit den Sinnen. Aber was passiert da genau? Und was passiert, wenn ein Sinn ausfällt oder ein Sinn überrepräsentiert ist? Wie erleben Sehbehinderte Kunst? Das sind spannende Fragen, auch für jeden normal Sehenden. Darüber spricht Heike-Marei Heß, Mitarbeiterin der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte.
Schüler der Frankfurter Hermann-Herzog-Schule für Sehbehinderte nehmen an den SchülerWorkshops teil, die parallel zum Symposium stattfinden.

Stadtmuseum

FREITAG, 30. AUGUST 2013, 20 Uhr
ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM

Die Künstler und ihr Werk

Es spricht Christine Rother,
Vorsitzende des Verbandes der Galerien
in Hessen und Rheinland-Pfalz

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Zur Eröffnung der Ausstellung spricht die Wiesbadener Galeristin Christine Rother, Vorsitzende des Verbands der Galerien in Hessen und Rheinland-Pfalz, über die Künstler des Symposiums und ihr Werk.
Die Künstler sind anwesend.

Stadtmuseum

FREITAG, 30. AUGUST bis SONNTAG, 22. SEPTEMBER 2013
AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM

Die Künstler des Symposiums präsentieren
ihre Entwürfe und weitere eigene Arbeiten

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Wie werden die Skulpturen aussehen, die die Künstler wöhrend des Symposiums erarbeiten? Und was haben sie bisher gemacht? In einer kleinen Ausstellung im Stadt-museum zeigen wir die von den Künstlern eingereichten Entwürfe, die die Jury überzeugt haben. Um die Teilnehmer noch besser kennen zu lernen, präsentieren wir kleinere Arbeiten aus ihrem bisherigen Schaffen.

Stadtmuseum

27. AUGUST bis 18. SEPTEMBER 2013

Workshops für Schüler und Schülerinnen

27. August:Main-Taunus-Schule, Hofheim
3. September:Elisabethenschule, Hofheim
9. September:Montessori-Schule, Hofheim
12. September:Hermann-Herzog-Schule, Frankfurt,
Schule für Sehbehinderte
18. September:Gesamtschule am Rosenberg, Hofheim

SONNTAG, 25. AUGUST 2013, 15 UHR
Vernissage des Symposiums
mit den teilnehmenden Künstlern

Ort: Wiese neben dem Rathaus

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Fünf namhafte Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und Italien erarbeiten vier Wochen lang Steinskulpturen, die anschließend in der Innenstadt aufgestellt werden. Wir eröffnen das Symposium mit diesem Programm:

  • Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kunstvereins Dr. Gerhard Marquordt
  • Grußworte von Staatsminister Axel Wintermeyer, Schirmherr des Symposiums und Bürgermeisterin Gisela Stang
  • Einführung in die künstlerische Bedeutung von Bildhauer-Symposien durch die Hofheimer Bildhauerin Ingrid Hornef, die künstlerische Leiterin des Symposiums.

Die teilnehmenden Bildhauerinnen und Bildhauer sind anwesend und werden vorgestellt. Jazzimprovisationen mit dem Michel + Orgler Jazzduo lockern das Programm musikalisch auf. Das Ausgangsmaterial der künstlerischen Arbeiten, die rohen, bis zu sieben Tonnen schweren Steine, sind an den vorbereiteten Arbeitsplätzen zu sehen.

Wiese neben dem Hofheimer Rathaus, zwischen Elisabethen- und Rudolf-Mohr-Straße

SONNTAG, 25. AUGUST bis SONNTAG, 22. SEPTEMBER 2013

Steinbildhauer-Symposium in Hofheim am Taunus

Vier Wochen lang erleben, wie zeitgenössische Kunst entsteht.

Ort: Wiese neben dem Rathaus

DIENSTAG, 9. JULI UND MITTWOCH, 10. JULI
KUNSTREISE 2013
„Große Kunst abseits der Großen Straßen“:
Museen in Hagen (Emil Schumacher, Henry van de Velde, Osthaus) und Bottrop (Josef Albers)

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Auch in diesem Jahr führt unsere Kunstreise zu großer Kunst abseits der großen Straßen: Diesmal nach Hagen und Bottrop in Westfalen. Das ist das Programm:

In Hagen besichtigen wir zunächst das neue Museum für Emil Schumacher, einen Großmeister des deutschen Informel, der hier geboren wurde. Wir erleben eine Führung durch das mit dem Schumacher-Museum architektonisch zum Museumsquartier Hagen verbundene Osthaus Museum Hagen, benannt nach Karl-Ernst Osthaus, dem berühmten Förderer der modernen Kunst nach 1900 und Gründer des ersten Folkwang-Museums in Hagen. Das Museum pflegt nach wechselhafter Geschichte heute wieder die moderne und die zeitgenössische Kunst.

Am zweiten Tag lernen wir den Hohenhof kennen, das von dem belgischen Architekten und Designer Henry van de Velde (1863 – 1957), einem der wichtigsten Erneuerer der angewandten Kunst um 1900, im Jugendstil geschaffene und ausgestattete Wohnhaus von Karl-Ernst Osthaus.

In Bottrop, seiner Heimatstadt, begegnen wir Josef Albers. Der Bauhaus-Lehrer, der nach Amerika emigrieren musste, wurde dort zum Lehrmeister vieler der berühmtesten amerikanischen Künstler der Nachkriegszeit. Von seinem eigenen Werk ist die großangelegte Serie „Homage to the square“ am bekanntesten, bei der er mit der Subjektivität der Farbe experimentiert: Drei oder vier ineinander geschachtelte Quadrate, mit denen er beweist, dass ein und dieselbe Farbe je nach Umgebung vom Betrachter völlig unterschiedlich wahrgenommen wird. Vom Quadrat hat das 1983 gegründete Albers-Museum auch seinen Namen.

FREITAG, 5. JULI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Georg Büchner: Freitagabends ging ich von Gießen weg.
Texte, Briefe und Kommentare zum Hessischen Landboten.
Mit Jochen Nix und Prof. Dr. Heiner Boehncke

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Anlässlich seines 200. Geburtstags widmen wir diesen Abend Georg Büchner (1813 -1837). In seiner 1834 erschienenen Kampfschrift „Der hessische Landbote“, die mit dem berühmten Aufruf „Friede den Hütten! Kampf den Palästen!“ beginnt, wandte sich der Dichter von „Woyzeck“ und „Leonce und Lena“ gegen die sozialen Missstände seiner Zeit. Unter wie ereignisreichen Umständen das Pamphlet entstand, gedruckt und unters Volk gebracht wurde, das vermitteln spannend und unterhaltsam Heiner Boehncke und Jochen Nix. Darüber hinaus lesen sie ausgewählte Texte von Büchner und sprechen über sein Leben.

Professor Dr. Heiner Boehncke ist ehemaliger Literaturredakteur des Hessischen Rundfunks, Professor der Literaturwissenschaft, Publizist und Autor. Mit dem Schauspieler und Sprecher Jochen Nix begrüßen wir einen guten alten Freund.

Wie aktuell ist der „Hessische Landbote“ heute? Manchmal könnten Sie überrascht sein … Stadtmuseum

FREITAG, 21. JUNI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Trio esprit rude
Konzert mit Gustav Mahlers Rückert-Liedern
und Kompositionen des 20. Jahrhunderts

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Sonja Ebel-Eisa, Gesang, Polina Blüthgen, Flöte, und Markus Hoßner, Klarinette und Klavier, sind das Trio esprit rude. In wechselnder Besetzung spielen sie Musik von der Spätromantik über die klassische Moderne bis zu Zeitgenössischem – ein äußerst spannendes Programm, das ausschnitthaft die Vielfalt der Musik vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart spiegelt. Ausdrucksstarkes Beispiel spätromantischer Musik sind die Lieder von Gustav Mahler nach Friedrich Rückert. Debussys „impressionistisches“ Flötensolostück „Syrinx“ steht an der Schwelle zwischen Romantik und Moderne. Die weiteren Werke entstammen der Moderne seit 1950. In unterschiedlichem Maße sind sie einerseits von den Tendenzen dieser Zeit, andererseits von der Auseinandersetzung mit älteren Traditionen geprägt.

Wir wagen mit diesem Konzert wieder einmal einen Ausflug in die Neue Musik. Machen Sie diesen Ausflug mit, öffnen Sie sich Klängen, die über das Gewohnte hinausführen. Das Trio esprit rude, das sich in besonderem Maße dieser Musik gewidmet hat, wird den Abend zu einem spannenden Erlebnis neuer Wahrnehmung machen.

Stadtmuseum

MITTWOCH, 19. JUNI, 19.30 UHR
FILM IM GESPRÄCH
Lebens(w)ende
Preisgekrönter Dokumentarfilm von Razvan Georgescu

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Als bei Razvan Georgescu 2004 ein Hirntumor diagnostiziert wird und die Arzte ihm noch eine Lebensperspektive von 3 Jahren geben, setzt bei ihm ein kreativer Prozess ein. Er packt sein Filmequipment ein, reist durch die Welt und besucht Künstler, die ebenfalls an schweren Erkrankungen leiden. Eine schwere Diagnose ist immer ein Trauma. Es übersteigt die Verarbeitungskapazität des Betroffenen (H. Dubiel). Wie gehen Künstler und Intellektuelle damit um? Wie wird die Kreativität dadurch beeinflusst? Ist Kreativität in der Lage, die Erkrankung in Schach zu halten?

Die beindruckend ehrlichen Antworten, unter anderem von dem Maler Jög Immendorff, dem Musicalkomponisten William Finn, dem Videokünstler Bill Viola und dem Soziologen Helmut Dubiel hat Razvan Georgescu zu einem tief berührenden Film zusammengestellt.

Der Dokumentarfilm „Lebens(w)ende“ ist keine Chronik eines angekündigten Todes, sondern eine unterhaltsame, nie pathetische Huldigung des Lebens und des kreativen Geistes (Arte). Bei allem Ernst des Themas: In nicht wenigen Momenten kann und soll man herzhaft lachen. Der Film klingt noch lange in den Herzen der Zuschauer nach. Der Film macht Mut.

„Lebens(W)ende“ (Dauer 90 Minuten) ist eine Produktion von ZDF und Arte. Der Film lief auf vielen Festivals und wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet.

Razvan Georgescu wird 1965 in Rumänien geboren. Der Vater ist Dirigent und Komponist. Razvan Georgescu studiert Philologie in Bukarest. 1989 heiratet er seine Jugendliebe Tina und kann unmittelbar vor dem Ende des Ceausescu-Regimes aus Rumänien ausreisen. Er arbeitet zunächst als Cutter beim ZDF, später als Kulturjournalist und Filmemacher, u.a. für Arte. Dort war er auch mitverantwortlich für die Kultursendung Metropolis. Seit 1993 lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in Hofheim.

Über das Thema des Films diskutieren im Anschluss der Regisseur Razvan Georgescu, der Produzent des Films Carl Schmidt, der Soziologe Professor Dr. Helmut Dubiel, selbst Betroffener und einer der Protagonisten des Films und Dr. med. Bernd Schmude, Vorstand des Vereins Stark gegen Krebs e.V. Es moderiert Dr. med. Anne Pollok-Müller.

Im Foyer stellen sich vier Institutionen vor, die Betroffenen Hilfe anbieten: Stark gegen Krebs e.V., Frauenselbsthilfe nach Krebs, Parkinson-Selbsthilfe Main-Taunus und Horizonte Hospizverein e.V.

Am Büchertisch der Buchhandlung am alten Rathaus ist weiterführende Literatur erhältlich.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kunstvereins und des Förderkreises „Ein Kino für Hofheim“.

FREITAG, 14. BIS SONNTAG, 16. JUNI
Steinbildhauer-Workshop mit Ingrid Hornef:
Die künstlerische Arbeit am Stein selbst erleben

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In diesem Jahr veranstaltet der Kunstverein Hofheim in enger Zusammenarbeit mit der Stadt das erste internationale Steinbildhauer-Symposium in Hofheim. Daran nehmen namhafte Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und Italien teil. Zeitgenössische Kunst wird unter den Augen der Bevölkerung entstehen und nach Beendigung des Symposiums auf dem Ludwig-Meidner-Platz, dem Kellereiplatz und dem Chinonplatz aufgestellt werden. Die im vergangenen Jahrhundert entstandene Tradition Hofheims als Stadt der Kunst soll so für alle sichtbar fortgeführt werden.

Als Auftaktveranstaltung zum Symposium bietet der Kunstverein gemeinsam mit dem Stadtmuseum erneut einen dreitägigen Steinbildhauer-Workshop für Erwachsene an. Er richtet sich an alle, die es einmal selbst versuchen wollen – mit oder ohne Vorkenntnisse. Den Teilnehmern werden die handwerklichen Grundlagen der Steinbearbeitung vermittelt und sie erleben bei der Arbeit am Stein ihre körperliche und gestalterische Kraft. Am Ende des Kurses kann eine fertige Skulptur mit nach Hause genommen werden.

Der Workshop steht unter der erfahrenen Leitung der Hofheimer Bildhauerin Ingrid Hornef, die auch die künstlerische Leiterin des Steinbildhauer-Symposiums ist.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Hofheim.
Ludwig-Meidner-Platz (vor dem Stadtmuseum)

FREITAG, 7. JUNI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Kai Pfankuch, Maler und Drucker.
Seine Künstlerbücher – von ihm selbst vorgestellt

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Seit 1994 macht der Hofheimer Maler und Graphiker Kai Pfankuch großartige, ausschließlich selbst gestaltete Künstlerbücher mit Originalgraphiken oder -malerei. Die Kleinauflagen (maximal 25 Exemplare) ermöglichen es ihm, alle Druckarbeiten auf Handpressen selbst vorzunehmen. Eine textspezifische Verbindung von Wort und Bild zu schaffen, ohne deren relative Eigenständigkeit in Frage zu stellen, sowie die Auf-nahme zeitgeschichtlicher Topoi bilden das grundlegende Konzept der Bücher. Pfankuchs Autoren sind zum Beispiel Rimbaud (den das hier abgebildete Portrait zeigt), Camus, Kafka, Beckett, Ionesco oder Vian. Als künstlerische Techniken werden zumeist Lithographie und Siebdruck eingesetzt. Bei den gemalten Büchern ist jedes ein Unikat. Hochwertige Büttenpapiere und ein oft mit einer Originalzeichnung kaschierter Handeinband vervollständigen die aufwendige Ausstattung der Bücher.

In diese Welt des bibliophilen Buchs jenseits von Google und Amazon führt Kai Pfankuch in einem Lichtbildervortrag ein. Auch die Originalbücher und ausgewählte einzelne Graphiken sind an diesem Abend zu sehen.

Stadtmuseum

FREITAG, 26. APRIL, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Kammerkonzert mit Werken von Brahms und Bruch.
Mit Sophio Gigineishvili, Klavier, Christa Ratjen, Violoncello
und Ferdinand Mitterlehner, Klarinette

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Das Konzert ist Dr. Gerda Zimmermann gewidmet – ein Dank für ihr jahrzehntelanges, überaus verdienstvolles Wirken für den Kunstverein. Sie war von 1986 bis 1996 seine Vorsitzende und gehörte danach bis zum Jahresende 2012 unserem Arbeitskreis an, in dem sie ein vielseitiges, anspruchsvolles musikalisches Programm verantwortete. Sie hat das Konzert selbst ausgewählt.

Auf dem Programm stehen zwei Werke, die für Klarinettisten geschrieben wurden. Max Bruch, der Brahms verehrte, komponierte seine „Acht Stücke für Klarinette, Violoncello und Klavier“, op. 83, 1908 für seinen Sohn, den Dirigenten und Klarinettisten Felix Bruch. Es sind gern gespielte, farbenreiche und rhythmisch wie gesanglich ausdrucksreiche Miniaturen – ganz in der Tradition der Romantik. Johannes Brahms bewunderte Richard Mühlfeld, seinerzeit Soloklarinettist der Meininger Hofkapelle, und schrieb ihm unter anderem das an diesem Abend zu hörende Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier a-moll op. 114 von 1891. Hier gelingt es Brahms, den in tiefen Lagen samtigen und gesanglichen Klang von Klarinette und Cello mit ausgesprochen kantablen Themen innig zu verbinden.

Die Ausführenden des Konzerts sind hervorragende Musiker, die den Abend zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

Stadtmuseum

FREITAG, 12. APRIL, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Wibke Bruhns liest aus „Nachrichtenzeit“,
ihren“unfertigen Erinnerungen“

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Foto: Amos Schliack

Wibke Bruhns ist eine der bedeutendsten deutschen Journalistinnen. 1938 in Halberstadt geboren, machte sie schon früh Karriere beim Fernsehen und wurde 1971 beim ZDF die erste Nachrichtensprecherin der Bundesrepublik – damals eine Sensation und ein ungeheuerlicher Skandal. Doch ihre Leidenschaft war die politische Berichterstattung. Was auch immer passierte: Wibke Bruhns war mittendrin und ganz nah am Zeitgeschehen – und an den Persönlichkeiten, die die Zeitgeschichte prägten. Ob die Studentenproteste 1968, der Aufstieg und Fall Willy Brandts, die Guillaume-Affäre, der Skandal und die vermeintlichen Hitler-Tagebücher, die Auseinandersetzungen im Nahen Osten, die Gipfeltreffen zwischen Ronald Reagan und Michail Gorbatschow oder der Mauerfall – Wibke Bruhns Erinnerungen sind das Zeugnis eines ungewöhnlichen, illustren Lebens und ein bestechend frischer Blick auf die Geschichte unserer Zeit.

Stadtmuseum

DIENSTAG, 19. MÄRZ, 20 UHR
LITERATURLAND HESSEN
Handschriften der Romantik, neu gelesen von Thea Dorn

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Die Schriftstellerin und Moderatorin Thea Dorn ist eine Expertin für die „deutsche Seele“. Und welche Epoche wäre seelenvoller als die Romantik? Im Rahmen der „Literaturland Hessen“-Veranstaltungsreihe „Handschriften der Romantik“ kommt Thea Dorn nach Hofheim und nimmt, unterstützt von dem Frankfurter Schauspieler Felix von Manteuffel, Manuskripte von Eichendorff und Novalis unter die Lupe. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Stadt Hofheim am Taunus und dem Kunstverein Hofheim. Sie ist Teil der vom Verein der Freunde und Förderer des Literaturlands Hessen e.V, hr2-kultur und dem Freien Deutschen Hochstift/ Frankfurter Goethe-Haus gemeinsam ausgerichteten Lesereihe. Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain fördert sie im Rahmen des Projekts „Impuls Romantik“.

Stadtmuseum

FREITAG, 15. MÄRZ, 20 UHR
Mitgliederversammlung
Renate Kohn und Gert Zimanowski:
Ein Tisch, ein Stuhl, ein Glas Wasser – Autoren auf Lesereise

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Die Formalitäten einer Mitgliederversammlung müssen sein. Wir werden wieder darauf achten, sie zügig hinter uns zu bringen. Schön, dass wir auch diesmal über ein erfolgreiches Jahr für den Kunstverein berichten können. Und 2013 haben wir viel vor – nicht zuletzt das Steinbildhauer-Symposium vom 25. August bis 22. September 2013. Die Jury hat gerade entschieden, welche Skulpturen Hofheims Zentrum bereichern werden. Wie immer wird es an diesem Abend auch ein künstlerisches Programm geben. Wir freuen uns, dass – aus gegebenem Anlass – wieder einmal die Schauspielerin Renate Kohn und ihr musikalischer Partner Gert Zimanowski bei uns auftreten. Sie nehmen uns mit auf eine unterhaltsame, humorvolle Lesereise – aus der Sicht bekannter Autoren.

Stadtmuseum

DO, 7., UND FR, 8. MÄRZ, 18 UHR
ZU GAST BEI HOFHEIMER KÜNSTLERN
Heinz Wallisch – ein Poet der Radierung

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Bei unseren Begegnungen mit Hofheimer Künstlern treffen wir diesmal auf Heinz Wallisch, der sich ganz der Druckgrafik verschrieben hat. Er ist ein feinfühliger Meister der Radierung, sei es als Strichätzung, Aquatinta, Reservage, Mezzotinto oder Farbradierung. Thematisch stehen Motive der Umwelt im Mittelpunkt, unter anderem die Veränderung der Stadt, die Veränderung der Landschaft, aber auch Reiseeindrücke und Stillleben. Heinz Wallisch hat seine mehrfach ausgezeichneten Arbeiten im In- und Ausland ausgestellt. Ausgebildet u.a. von Walter Hanusch in Frankfurt gibt der 1942 in Teplitz-Schönau geborene Künstler heute sein Können als Kurs-leiter beim Wallauer Fachwerk weiter.

Atelier des Künstlers

DONNERSTAG, 21. FEBRUAR, 20 UHR
Wozu Kultur in Hofheim?
Podiumsdiskussion mit Prof. Jürgen Hardeck, Prof. Armin Klein und Vertretern des Hofheimer Kulturlebens.
Moderation: Ruth Fühner, hr2

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„Die Vollkommenheit einer Stadt hängt von den in ihr gepflegten Künsten ab“, hat Albertus Magnus schon vor 800 Jahren gesagt. Das gilt heute noch. Und es gilt – mit dem richtigen Maßstab gemessen – auch für Hofheim. Ist Hofheim in diesem Sinne vollkommen? Darüber wollen wir an diesem Abend mit Ihnen diskutieren.

Konkret wird es zum Beispiel um folgende Fragen gehen: Wozu brauchen wir Kultur? Was bietet Hofheim heute? Was sollte eine Mittelstadt im Ballungsgebiet anbieten? Hat Hofheim etwas, das die Stadt in ihrem Umfeld kulturell besonders profiliert? Wenn nein, kann man oder muss man das anstreben? Wer macht was in Hofheims Kulturszene? Ist die gewachsene Arbeitsteilung zwischen kommunalen und freien Anbietern optimal? Kann durch eine stärkere Koordination der einzelnen Aktivitäten höhere Effizienz erreicht werden? Welche Aufgaben hat die Kulturarbeit der Stadt?

Worüber wir nicht reden wollen: Die schlechte derzeitige Haushaltslage, die es leider gibt. Der Satz „Dafür haben wir jetzt kein Geld“ ist nur zu gut geeignet, jede inhaltliche Diskussion abzublocken.

Auf dem Podium: Die renommierten Kulturwissenschaftler Professor Jürgen Hardeck und Prof. Armin Klein sowie Vertreter des Hofheimer Kulturlebens. Es moderiert Ruth Fühner, Kulturredakteurin beim Hessischen Rundfunk (hr2).

Im Anschluss haben Gisela Stang, Wolfgang Exner und Horst Schneider, die Kandidaten der Bürgermeisterwahl im April, Gelegenheit zu einem Statement. Und wir freuen uns, wenn Sie sich engagiert zu Wort melden.

Stadthalle, Malersaal

FREITAG, 1. FEBRUAR, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Trio esprit rude
Konzert mit Gustav Mahlers Rückert-Liedern und Kompositionen des 20. Jahrhunderts

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Sonja Ebel-Eisa, Gesang, Polina Blüthgen, Flöte, und Markus Hoßner, Klarinette und Klavier, sind das trio esprit rude. In wechselnder Besetzung spielen sie Musik von der Spätromantik über die klassische Moderne bis zu Zeitgenössischem – ein äußerst spannendes Programm, das ausschnitthaft die Vielfalt der Musik vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart spiegelt. Ausdrucksstarkes Beispiel spätromantischer Musik sind die Lieder von Gustav Mahler nach Friedrich Rückert. Debussys „impressionistisches“ Flötensolostück „Syrinx“ steht an der Schwelle zwischen Romantik und Moderne. Die weiteren Werke des Programms (Trümpi, Smith, Berio, Zallman, Blomenkamp, Blumenthaler) entstammen der neueren Moderne seit 1950. In unterschiedlichem Maße sind sie einerseits von den Tendenzen dieser Zeit, andererseits von der Auseinandersetzung mit älteren Traditionen geprägt.

Wir wagen mit diesem Konzert wieder einmal einen Ausflug in die Neue Musik. Machen Sie diesen Ausflug mit, öffnen Sie sich Klängen, die über das Gewohnte hinausführen. Das trio esprit rude, das sich in besonderem Maße dieser Musik gewidmet hat, wird den Abend zu einem spannenden Erlebnis neuer Wahrnehmung machen.

Stadtmuseum

DIENSTAG, 29. JANUAR, 20 UHR
REIHE HOFHEIMER KÖPFE
Der Hofheimer Filmregisseur Razvan Georgescu stellt seinen preisgekrönten Fernsehfilm „Lebenswende“ vor.

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Als der Arzt bei ihm einen inoperablen Gehirntumor diagnostizierte und sagte, er habe noch maximal drei Jahre zu leben, da setzte bei dem Filmemacher Razvan Georgescu ein kreativer Prozess ein. Er packte sein Filmequipment ein, reiste durch die Welt und besuchte Künstler, die selbst schwer erkrankt oder knapp dem Tod entkommen waren.

Wie verarbeitet man diese Erfahrung als Künstler, als Intellektueller? Wie beeinflusst die schwere Diagnose die Kreativität? Ist Kreativität als Ausdruck des Lebendigen in der Lage, die Krankheit in Schach zu halten oder gar zu besiegen? Die Antworten – unter anderem von Jörg Immendorf, Bill Viola und dem Soziologen Helmut Dubiel – hat Razvan Georgescu zu einem bewegenden Film zusammengestellt.

Der Filmemacher, der in Rumänien in einer Musikerfamilie geboren wurde und seit vielen Jahren in Hofheim lebt, hat für verschiedene Sender gearbeitet. Sein Film „Lebenswende“ ist eine Produktion von Arte und ZDF. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Nach dem Film stellt sich Razvan Georgescu zum Gespräch zur Verfügung.

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FREITAG, 11. JANUAR, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
ZUR AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Kunst aus der Wand.
Vortrag von Ulrich Domnick

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Eine bedeutende Werkgruppe im Schaffen Siegfreid Reichs an der Stolpe sind die Arbeiten, die er als „Kunst am Bau“ an zahlreichen Gebäuden nicht zuletzt in Frankfurt realisiert hat.

Ein intensiverer Blick auf diese Arbeiten ist lohnend, zumal sie durch heutige Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden vom Verschwinden bedroht sind. Mit dem Thema befasst sich seit Langem der Frankfurter Architekt Dipl.Ing. Ulrich Domnick. Er ist damit besonders berufen, in die Thematik einzuführen. Die „Kunst aus der Wand“ wird dabei anhand von Lichtbildern zu erleben sein – und darunter wird so manche Entdeckung sein.

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