Veranstaltungen 2014

SONNTAG, 7. DEZEMBER, 17 UHR
Peter Härtling liest aus seinem Roman über Felix Mendelssohn-Bartholdys Schwester Fanny Hensel: „Liebste Fenchel“.
Am Klavier: Christoph Soldan

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Foto Peter Härtling: Jürgen Bauer

Berühmt sind Peter Härtlings Romanbiografien über große Musiker der Romantik: Schubert und Schumann. Zuletzt widmete er sich mit „Liebste Fenchel. Das Leben der Komponistin Fanny Hensel-Mendelssohn in Etüden und Intermezzi“ einer Frau, die unverdient im Schatten ihres erfolgreichen Bruders stand: Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Lesung durch den Autor wird es deutlich machen: Peter Härtling schildert die innige Beziehung der Geschwister auf psychologisch sehr einfühlsame Weise.

Begleitend zu der Lesung spielt der renommierte Pianist Christoph Soldan den Klavierzyklus „Das Jahr“, ein Werk Fanny Hensels, das – 1841 geschrieben – erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt wurde und auch für die Zuhörer an diesem Abend eine besondere Entdeckung sein wird.

Veranstalter des Abends sind der Main-Taunus-Kreis und die Mendelssohn-Gesellschaft Main-Taunus e.V. Das Lesekonzert ersetzt die von uns im April dieses Jahres geplante Lesung mit Peter Härtling, die der Autor aus gesundheitlichen Gründen absagen musste.

Plenarsaal des Landratsamts

MITTWOCH, 26. NOVEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Ein Pass für Deutschland.
Der neue Dokumentarfilm des Hofheimer Regisseurs Razvan Georgescu

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Der aus Rumänien stammende Hofheimer Filmemacher Razvan Georgescu hat einen neuen Film gedreht. Darin geht es um die geheimen Freikaufoperationen, durch die zwischen 1968 und 1989 245.000 deutschstämmige Rumänen für umgerechnet 3 Milliarden DM freigekauft wurden. Erstmals kommen die Protagonisten dieser Aktion zu Wort. Es war eine humanitäre Aktion, aber zugleich ein abstoßender Menschenhandel. Vor dem Hintergrund der „Großen Politik“ (das Foto zeigt die Ehe-paare Kohl und Ceauşescu) beleuchtet der Film Einzelschicksale von Betroffenen. Auch die Frage der ethnischen Identität wird angesprochen. Die 850-jährige deutsche Kultur auf rumänischem Boden verschwand fast vollständig.

Razvan Georgescu studierte Deutsche Philologie in Bukarest und folgte 1989 seiner deutschstämmigen Frau in die Bundesrepublik. Er arbeitete als Kulturjournalist und Regisseur für ZDF, Arte und die BBC. 2013 zeigten wir seinen beeindruckenden Film „Lebens(W)ende“.

Der Autor ist anwesend und steht zum Gespräch zur Verfügung.

Cinestar Kino Hofheim

FREITAG, 14. NOVEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Willi Baumeister – Wegweiser der Moderne.
Vortrag von Prof. Dr. Otfried Schütz

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Willi Baumeister (1889 -1955) war Maler, Graphiker, Bühnenbildner, Typograf, Kunsttheoretiker, Autor und Hochschullehrer (u.a. von 1927 bis 1933 an der Frankfurter Städelschule, wo die spätere Fotografin Marta Hoepffner eine seiner Schülerinnen war). Er zählt zu den weltweit anerkanntesten Vertretern der deutschen Klassischen Moderne und gehörte zur Avantgarde der späten Vierziger und der Fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Sein Weg führte schon bald nach 1920 in die Abstraktion, wobei er in regem Austausch mit bedeutenden Künstlerkollegen stand. Seine Werke wie seine kunstheoretischen Erkenntnisse wurden wegweisend für viele andere.

Wir freuen uns, dass wir Prof. Dr. Otfried Schütz zu einem Lichtbildervortrag über Leben und Werk dieses herausragend wichtigen Künstlers gewinnen konnten. Der renommierte Frankfurter Kunstpädagoge wird es auch diesmal verstehen, sein Publikum für sein Thema zu begeistern.

Stadtmuseum Hofheim

SAMSTAG, 18. OKTOBER, 20 UHR
ZUR SONDERAUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Die einen sterben und die anderen tanzen Walzer.
Eine Text-Musik-Bild-Collage zur Erinnerung an den Beginn des 1. Weltkriegs von Cordula Hacke und Sylvia Hoffman (Regie). Mit Yumiko Noda, Renate Kohn und Jochen Nix

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Der 1. Weltkrieg: Nach anfänglicher Euphorie wurde er zu einem der grausamsten Kriege der Geschichte. Wie spiegelt sich das Geschehen wieder in der in diesen Jahren entstehenden Musik und Literatur? Was hatten Menschen dazu zu singen und zu sagen, die etwas mehr Geist und Empathie aufzubringen vermochten als die Propaganda jener Tage? In einer intensiven und spannen-den Collage, in der Text, Musik und Bild ineinander über-gehen, haben sich die Pianistin Cordula Hacke und die bekannte Regisseurin Sylvia Hoffman auch auf dramaturgisch besondere Weise dem Thema genähert: Von der Walzerseligkeit Lehárs und den noch klassisch frechen Brettl-Liedern Schönbergs zu allmählich düsteren, sich auflösenden Klängen, von den heiteren Gedichten, die Ringelnatz und Morgenstern zunächst schrieben, über mahnende Worte von Thomas Mann bis hin zu einer dramatisierten Szene aus Tolstois Krieg und Frieden über die Sinn- und Hoffnungslosigkeit jedes Krieges.

Fünf ausgezeichnete Künstler gestalten den Abend. Für das erfolgreiche Wirken von Sylvia Hoffmann stehen über 40 Hörspiele, 35 Fernsehfilme, vier Theaterstücke und zwei Opernlibretti. Cordula Hacke tritt als Kammermusikerin und Lied- sowie Instrumentalbegleiterin international hervor. Die Violinstimme steuert die Japanerin Yumiko Noda bei, die Texte lesen die Schauspieler Renate Kohn und Jochen Nix, die wir immer wieder gern in Hofheim begrüßen.

Die Sonderausstellung „Spuren der Geschichte. Hofheim im 1. Weltkrieg“ ist an diesem Abend geöffnet.

Wegen des Gallusmarkts verlegt in den Gemeindesaal von St. Peter und Paul, Pfarrgasse 4

FREITAG, 10. OKTOBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Lesung zur Buchmesse:
Die finnische Autorin Riikka Pulkkinen stellt ihren Roman „Wahr“ vor.

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Foto: Katja Lösönen

2014 ist Finnland Gastland der Frankfurter Buchmesse. Wir freuen uns, dass wir aus diesem Anlass eine der erfolgreichsten jungen finnischen Autorinnen nach Hofheim einladen konnten: Riikka Pulkkinen. Mit ihrem zweiten Roman, „Wahr“, der für den höchsten finnischen Literaturpreis, den Finlandia-Preis, nominiert war, errang die 34-jährige internationale Anerkennung (17 Übersetzungen). Gerade wird der Roman verfilmt.

„Wahr“ ist die Geschichte von drei Frauen, drei Generationen, der Liebe und dem Tod. „Ich muss von meinem Leben erzählen, das wird mir in letzter Zeit immer klarer. Wenn ich es nicht selbst tue, dann erzählt niemand davon“, sagt Elsa Ahlqvist kurz vor ihrem Tod. Was sie erzählt, wird das Leben ihrer Familie verän-dern, allen voran das ihrer Enkelin Anna. Denn Elsa entscheidet sich für die Wahrheit. Sie berichtet von dem schmerzhaften Ereignis, an dem sie beinahe zerbrochen wäre. Und Anna begreift, dass sie endlich ihr Leben angehen muss, weil sie allein dafür verantwortlich ist.

Stadtmuseum Hofheim

SAMSTAG, 27. SEPTEMBER, 20 UHR
SAMSTAG ABEND IM MUSEUM
Ein Abend mit alter und neuer Kammermusik.
Betty Nieswandt, Flöte
Christopher Brandt, Gitarre

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Mit Betty Nieswandt und Christopher Brandt sind an diesem Abend zwei ausgezeichnete Kammermusiker zu erleben, die ein abwechslungsreiches, fein abgestimmtes Programm präsentieren, das vom Barock bis ins 21. Jahrhundert reicht. Zu hören sind Werke von Bach, Händel, Schubert, Piazzolla, Brouwer und Takemitsu.

Betty Nieswandt ist in Hofheim geboren. Sie studierte in Darmstadt und Frankfurt und schloss hier mit dem Orchesterdiplom ab. Neben ihrer Beschäftigung mit Alter Musik reizt sie besonders die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik. Sie konzertiert regelmäßig in ganz Europa, Lateinamerika und den USA. Auch als Musikpädagogin war oder ist sie an mehreren deutschen Musikhochschulen und international tätig. Seit 2008 ist Christopher Brandt Professor für Gitarre und Methodik an der Musikhochschule Frankfurt. Er arbeitete mit vielen internationalen Ensembles und Orchestern zusammen und wirkte bei zahlreichen Ur- und Erstaufführungen bekannter zeitgenössischer Komponisten mit. Brandt erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Stadtmuseum Hofheim

DONNERSTAG, 11. September, 18 UHR
ZU GAST BEI KÜNSTLERN AUS DEM MAIN-TAUNUS-KREIS
Atelierbesuch bei Claudia Poeschmann,
Künstlerin aus Hochheim

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Malerei, Skulpturen, Installationen: Das sind die vielseitigen Arbeitsfelder von Claudia Poeschmann. Thematisch kreisen ihre Arbeiten häufig um existenzielle oder metaphysische Fragen, etwa in den Zyklen „Frauen um fünfzig“ und „Alter Eros“ oder „Stufen“ und jüngst „Hinter der Zeit“, wo sie sich mit dem Lebensende und dem Danach auseinandersetzt und dafür in ihrer Maltechnik außergewöhnliche, ganz eigenständige Lösungen findet.

Claudia Poeschmann ist gelernte Grafikerin, absolvierte ihr Kunststudium an der Universität Mainz, war bis 2000 fast zwanzig Jahre Lehrbeaufragte an der FH Wiesbaden und ist seit 1982 freischaffend tätig. In unserer Region wurde sie durch zahlreiche Ausstellungen und viele Arbeiten in öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen bekannt. Seit 2013 gehört sie der Künstlergruppe „nonagon“ an, zu der sich neun Künstlerinnen und Künstler aus dem Main-Taunus-Kreis zusammengeschlossen haben.

Atelier der Künstlerin in Hochheim.

SAMSTAG, 9. AUGUST
GROSSE KUNST ABSEITS DER GROSSEN STRASSEN
Kunstfahrt 2014.
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern und
Fondation Wilmsen-Kubach Bad Münster am Stein

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Das Museum Pfalzgalerie beherbergt eine der namhaftesten Kunstsammlungen im deutschen Südwesten. Durch die ständige Ausstellung mit bedeutenden Werken des 19. bis 21. Jahrhunderts führt uns die Museumsleiterin Dr. Britta E. Buhlmann, 2013 Mitglied der Jury des Steinbildhauer-Symposiums in Hofheim. Sehenswert sind auch die aktuellen Sonderausstellungen.

Für das Bildhauer-Ehepaar Wilmsen-Kubach hat der japanische Stararchitekt Tadao Ando in landschaftlich exponierter Lage über der Nahe einen großartigen Museums-bau geschaffen, der schon allein eine Reise wert ist. Der von einem weitläufigen Skulpturenpark umgebene Bau bildet einen einzigartigen Rahmen für die Arbeiten des Künstlerpaares. Dessen Tochter Livia Kubach und ihr Partner Michael Kropp haben hier ein eigenes Atelier, in dem sie an sehens- und hörenswerten Klangskulpturen arbeiten. Wir werden sie kennenlernen.

FREITAG, 1. AUGUST, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Autorenlesung.
Andreas Martin Widmann liest aus seinem Roman „Die Glücksparade“

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Foto: Ramune Pigagaite

Simon ist fünfzehn, als er mit seinen Eltern auf den Campingplatz zieht, wo sein Vater – ein Mann mit vielen Plänen, die nie ganz aufgehen – als Platzwart zu arbeiten beginnt. Er ist eine Art Glücksritter, bloß hat ihn seine Suche mehr und mehr an den Rand der Gesellschaft geführt. Und so finden sich Simon und seine Mutter in einem Container wieder – inmitten von Dauercampern, einfachen Leuten, die den sozialen Abstieg der Familie beobachten und mehr oder weniger Anteil daran nehmen … Andreas Martin Widmann erzählt vom Übergang zwischen Kindsein und Erwachsenenalter in einem Coming-out of-age-Roman, der seine amerikanischen Vorläufer genau kennt und doch tief in der deutschen Provinz verwurzelt ist. Ein eindrucksstarkes Debut, das lange nachhallt. Der in Hofheim lebende Autor, 1979 in Mainz geboren, studierte Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaft, promovierte 2008 in Neuerer deutscher Literatur und unterrichtete zeitweise Deutsche Sprache und Literatur an der University of London. Er veröffentlichte in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien und erhielt mehrere Stipendien und Preise – zuletzt den Robert-Gernhardt-Preis 2010.

Stadtmuseum

FREITAG, 18. JULI, 20 UHR
Konzert mit dem Ensemble „Le Mercure“.
Der Mond, sein Spiegelbild und die Unsterblichkeit – romantische Fantasien über ein Jahrtausend

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Das Ensemble „Le Mercure“ in der Besetzung mit der aus Taiwan stammenden Hofheimerin Teddie Hwang, Traversflöte und Rezitation, Dorota Hosnowska-Kopciuch, Barockvioline, Gerald Stempfel, Viola da Gamba, und Miguel Angel Cicero, Cembalo, wird bei diesem Konzert den kühnen Versuch einer Zusammenführung kultureller Kulminationspunkte unternehmen: Die Rezitation klassischer chinesische Dichtkunst wird in den Vortrag der „Pariser Quartette“ von Georg Philipp Telemann (1689 – 1767) eingebettet. Im Reich der Mitte ist der Dichter Li Bai (701 – 761) eine der prägenden Figuren aus der Tang-Dynastie. Die ganz eigene, virtuose Art seines Umgangs mit der Sprache machen ihn bereits zu Lebzeiten zu einer Legende, ja, man hält ihn für einen „Unsterblichen“. Bis heute hat seine Dichtung nichts an Strahlkraft eingebüßt. Ebenfalls schon zu Lebzeiten hoch verehrt, krönte Telemann mit den Pariser Quartetten die Quartettkunst des zu Ende gehenden Barockzeitalters. „Le Mercure“ zeigt, wie Fantasie, Träume und kindliche Begeisterungsfähigkeit als menschliche Grundmuster die Grenzen von Zeitaltern, geografischen Räumen und unterschiedlichen Kulturen aufheben können.

Johanneskirche, Kurhausstraße

MONTAG, 7. JULI, 20 UHR
5. HOEPFFNER-PREIS FÜR FOTOGRAFIE
Down by law.
Filmklassiker von Jim Jarmusch in Hofheimer Kino

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In den Würdigungen von Jarmuschs märchenhafter Schwarzweiss-Komödie von 1986 sind eine ganze Reihe von Aspekten hervorgehoben worden: Der von den drei Protagonisten verkörperte skurile Humor, die präzise Darstellung der sich in arrogante Coolness flüchtenden Jack (John Lurie) und Zack (Tom Waits), die furiose Präsenz des Dauerredners Roberto (Roberto Begnini) und nicht zuletzt die hervorragende Arbeit des niederländischen Kameramanns Robby Müller. Zusammen mit der Musik John Luries und Tom Waits‘ ist unter dem Strich ein beindruckender Film entstanden, der die Kritik begeistert hat. Im Lexikon des internationalen Films heißt es: „Eine ironische Komödie, die in märchenhafter Form von den Bemühungen um Menschlichkeit in einer desolaten Umwelt berichtet; hervorragend inszeniert und fotografiert, von glänzenden Darstellern getragen.“

In Zusammenarbeit mit der Marta-Hoepffner-Gesellschaft für Fotografie.

Cinepark Kino Hofheim.

SAMSTAG, 5. JULI, 20:30 UHR
Mamma, Mafia, Musica – Musikspiel auf Italienisch.
Ingrid El Sigai, Markus Neumeyer und Frank Wolff

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Nach dem großen Erfolg mit „Carmen verzweifelt gesucht“ kommen die drei Stars der Frankfurter Musikszene wieder nach Hofheim. Diesmal entführen sie uns auf witzige, intelligent unterhaltsame Weise in die Ewige Stadt. Überall nistet Musik: die raue Stimme des Sängers in der Espressobar, die heiligen Klänge in der Sixtinischen Kapelle, die Filmmusik in Cinecittá und abends das große Drama in der Oper. „Die drei Musiker der Extraklasse können alle Stile.“ (FAZ)

Stadthalle Hofheim

SAMSTAG, 5. JULI, 11 UHR
Rundgang um die Skulpturen des Steinbildhauer-Symposiums

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Anfang Mai soll die letzte der fünf Skulpturen des Steinbildhauer-Symposiums auf der Treppe des Stadtmuseums aufgestellt werden. Jetzt kann auch der Katalog des Symposiums fertiggestellt werden, dessen Erscheinen wir am 5. Juli mit einem geführten Rundgang um alle Skulpturen feiern wollen. Das Symposium ist nun endgültig abgeschlossen. Aber eine große Aufgabe liegt noch vor uns. Vier der Skulpturen sind Leihgaben der Künstler. Mit bürgerschaftlichem Engagement müssen wir es schaffen, dass sie auf Dauer in Hofheim bleiben und die künstlerische Tradition unserer Stadt sichtbar machen. Der Spendenmarathon beginnt. Der Treffpunkt des Rundgangs ist vor dem Stadtmuseum.

DIENSTAG, 24. JUNI, 20 UHR
5. HOEPFFNER-PREIS FÜR FOTOGRAFIE 2014
Robert Häusser. Magie der Schwarzweiss-Fotografie.
Vortag von Dr. Claude W. Sui, Mannheim

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Robert Häusser (1924 – 2013) gilt als einer der Wegbereiter der zeitgenössischen Fotografie. Dr. Claude W. Sui leitet das Forum Internationale Photographie an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, das das Oeuvre Häussers bewahrt.

Er ist inzwischen eine feste Institution: Der Hoepffner-Preis für künstlerische Schwarzweiss-Fotografie, den die Marta Hoepffner Gesellschaft nun schon zum 5. Mal an einen professionellen Nachwuchsfotografen verleiht. Die Arbeiten des Preisträgers und der nominierten Bewerber sind vom 25. Mai bis zum 13. Juli im Stadtmuseum zu sehen. Der Vortrag gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung.

Stadtmuseum Hofheim.

DIENSTAG, 17.JUNI, 20 UHR
5. HOEPFFNER-PREIS FÜR FOTOGRAFIE 2014
Die Kunst der Schwarzweiss-Fotografie.
„Talk im Museum“ mit Ingrid Manzano-Stein, Ingrid Jureit und Ralf Dingeldein

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Thema des Podiumsgesprächs ist „Schwarzweiss“ als Ausdrucksform in Fotografie, Zeichnung, Malerei und Druckgrafik.

Er ist inzwischen eine feste Institution: Der Hoepffner-Preis für künstlerische Schwarzweiss-Fotografie, den die Marta Hoepffner Gesellschaft nun schon zum 5. Mal an einen professionellen Nachwuchsfotografen verleiht. Die Arbeiten des Preisträgers und der nominierten Bewerber sind vom 25. Mai bis zum 13. Juli im Stadtmuseum zu sehen. Das Podiumsgespräch gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung.

Stadtmuseum Hofheim.

FREITAG, 23. MAI, 20 UHR
Kammerkonzert mit Peter Agoston, Violine, Michael Winter, Horn, und Peter Raehse, Klavier.
Werke von Beethoven, Bartok, Kornblum und Brahms

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V.l.n.r.: Peter Raehse, Peter Agoston und Michael Winter

Auf dem Programm dieses besonderen Konzertabends stehen Werke prominenter Komponisten, die relativ selten zu hören sind. Das liegt an der ungewöhnlichen, aber hochinteressanten Kombination der Instrumente Horn, Violine und Klavier. Damit wartet aber auch ein so berühmtes Werk wie das „Waldhorntrio“ op. 40 von Johannes Brahms auf, das im zweiten Teil des Konzerts zu hören sein wird.

Der in Hofheim bestens bekannte Pianist Peter Raehse spielt schon lange mit Michael Winter zusammen. Winter ist Solohornist bei der Mittelsächsischen Philharmonie in Freiberg und Mitglied des namhaften Bläserensembles Elbeblech. Peter Agoston gehört der 1. Violine des hr-Sinfonieorchesters an und ist Primarius im Ensemble Concertant Frankfurt.

Stadthalle Hofheim

MITTWOCH, 7. MAI, 19.30 UHR
ZUR INGRID JUREIT-AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Ingrid Jureit.
Der Mensch im Bild
.
Ein filmisches Portrait der Künstlerin.
Regie: Professor Dr. Horst Seller

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Ingrid Jureit in ihrem Atelier

Der Film dokumentiert die künstlerische Arbeit der Hofheimer Malerin und Graphikerin Ingrid Jureit. Er wurde an drei Tagen im Januar 2013 in ihrem Atelier aufgenommen, während sie an einem der in der aktuellen Sonderausstellung (noch bis zum 11. Mai 2014) gezeigten Bilder arbeitete. Anschaulich zeigt er die komplexe Arbeitsweise der Künstlerin. Im Gespräch mit dem Regisseur erläutert Ingrid Jureit ihre künstlerischen Absichten. Dazu enthält der Film aufschlussreiche Sequenzen über ihre ausgedehnte Tätigkeit als Dozentin an der Kunstakademie in Bad Reichenhall mit Aufnahmen aus einem Seminar im Oktober 2012. Der Film läuft über 85 Minuten.

Der Regisseur Professor Dr. Horst Seller, der selbst erfolgreich künstlerisch tätig ist, ist ein intimer Kenner der Arbeit von Ingrid Jureit.

Cinepark Kino Hofheim

FREITAG, 25. APRIL, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Edvard Munch – Ein Blick zurück.
Lichtbildvortrag von Ingrid Jureit über den Maler, der Vorbild für ihren eigenen Weg war.

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Ingrid Jureit in ihrem Atelier

Der norwegische Maler und Druckkünstler Edvard Munch (1863 – 1944) gilt als einer der bedeutendsten Wegbereiter des Expressionismus. Gefühle und Seelenzustände, Abgründe unseres Daseins beherrschen seine Bildthemen. Ingrid Jureit hat sich mit Munchs Werk intensiv auseinandergesetzt. Es wurde ihr zum Vorbild.

In ihrem Lichtbildervortrag lässt Ingrid Jureit nicht nur Leben und Werk Edvard Munchs lebendig werden. Spannend und aufschlussreich für das Verständnis ihrer eigenen Arbeiten wird es mehr noch sein, dass wir von ihr selbst erfahren, wie und warum der Norweger so wichtig für ihren eigenen künstlerischen Weg wurde.

Die Sonderausstellung „Ingrid Jureit. Der Mensch im Bild“ ist an diesem Abend geöffnet.

Stadtmuseum

FREITAG, 4. APRIL, 20 UHR
Wegen Erkrankung des Autors auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Peter Härtling liest aus seinen neuen Erzählungen „Tage mit Echo“

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Peter Härtling. Foto: © Jürgen Bauer

Über 70 Bücher hat Peter Härtling geschrieben. Er hat darin, wie die Süddeutsche Zeitung zu seinem 80. Geburtstag im November 2013 schrieb, unserem Volk seine Geschichte erzählt. Von Kinderschicksalen im Krieg in seinen schön-schwierigen Kinderbüchern bis zu dem, was das Beste in unserer Geschichte ausmacht, in seinen wunderbaren Künstlerbiografien. Bei unserer Lesung stellt er sein rechtzeitig zu seinem Geburtstag erschienenes Buch vor: „Tage mit Echo“. In zwei unterschiedlichen Erzählungen, die doch um dasselbe Thema kreisen, stellt er uns den alternden Schauspieler Robert Brodbeck, sein Alter Ego, und Carl Philipp Fohr, den jungen Maler der Romantik, vor. Es geht um das Glück des Aufbruchs und die Tragik des unerwarteten Endes. Peter Härtling erzählt einfühlsam und fesselnd von letzten Dingen.

Stadthalle Hofheim

DIENSTAG, 1. APRIL, 17 UHR
Atelierbesuch in der Frankfurter Werkstatt-Galerie 37
mit der Leiterin Heike-Marei Heß

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Helene Wenzel: Kopf

Wie erleben Sehbehinderte Kunst? Darüber hielt Heike-Marei Heß, Leiterin der Kunstwerkstatt der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, im vergangenen Jahr während des Steinbildhauer-Symposiums einen überaus aufschlussreichen Vortrag im Stadtmuseum.
Die dabei vorgestellte Kleinskulptur einer Betroffenen beeindruckte so sehr, dass der Wunsch entstand, mehr dieser Arbeiten zu sehen. Dazu besteht jetzt Gelegenheit. Heike-Marei Heß führt durch die der Kunstwerkstatt angeschlossene Galerie und gibt qualifizierte Informationen. Es ist unbedingt sehens- und erfahrenswert, welch gelungene, sinnliche Arbeiten möglich sind, obwohl der für künstlerisches Schaffen wichtigste Sinn nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden kann.

Werkstatt-Galerie 37, Frankfurt-Nordend,
Adlerflychtstr. 14

FREITAG, 21. MÄRZ, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Ausdrucksbilder des Sinnlosen 2010 – 2014.
Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Horst Seller über die Hofheimer Künstlerin Ingrid Jureit

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Ingrid Jureit: Alltag in Syrien, 2012

Vom 9. März bis 11. Mai zeigt das Stadtmuseum Arbeiten der Hofheimer Künstlerin, die in den letzten Jahren entstanden sind. Sie haben ein bestimmendes Thema: Menschen in leidvollen, verzweifelten Situationen, in die sie völlig schuldlos durch Krankheit, Katastrophen oder kriegerische Auseinandersetzungen geraten sind. Mit sensibler Farbgebung und expressiver Gestaltung der Gebärden und der Körperhaltung der Figuren macht Ingrid Jureit das menschliche Leiden eindrucksvoll sichtbar.

Über die Bilder der Ausstellung spricht ein intimer Kenner des Werks der Künstlerin. Dr. Horst Seller, von Haus aus emeritierter Professor für Physiologie an der Universität Heidelberg, ist selbst erfolgreich künstlerisch tätig. Er lernte Ingrid Jureit vor Jahren an der Kunstakademie Bad Reichenhall kennen und stellte bereits gemeinsam mit ihr aus.

Die Ausstellung ist an diesem Abend geöffnet.

Stadtmuseum

FREITAG, 7. MÄRZ, 20 UHR

Mitgliederversammlung 2014.
Im musikalischen Beiprogramm:
Begegnung mit der jungen Gitarristin Ronja Schubert

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Wie gewohnt gibt es an diesem Abend alles, was zu einer Mitgliederversammlung beim Kunstverein dazu gehört: Zuerst die Pflicht, also die vereinsrechtlichen Formalitäten, und dann die Kür, die auch diesmal einen ganz besonderen Reiz hat:

Wir lernen die erst 14 Jahre alte Gitarristin Ronja Schubert kennen. Die junge Eppsteinerin, die ihre Grundausbildung in der Musikschule Hofheim bekam, bereitet sich nach einem 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2013 auf eine große Zukunft vor. Sie studiert jetzt bei Professor Olaf von Gonnissen an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Eine erste Aufnahme auf CD hat sie auch schon vorgelegt. Das junge Talent ist wahrlich ein Grund, bei der Mitgliederversammlung dabei zu sein.

Stadtmuseum Hofheim

SONNTAG, 23. FEBRUAR, 17 UHR
MAIN-TAUNUS-KONZERTE
Das Konzerterlebnis:
Das Weimarer Bläserquintett spielt Mozart, Ligeti, Danzi, Debussy, Beethoven

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Die Erfolgsgeschichte des jungen Weimarer Bläserquintetts beginnt 2002 mit einem 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Sie setzt sich 2004 auf internationaler Ebene fort mit einem 1. Preis beim European Music Prize for Youth in Dubrovnik und dem 3. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Interlaken. Bisheriger Höhepunkt war 2006 der 3. Preis bei einem der wichtigsten Wettbewerbe überhaupt, dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Seither erobert das Weimarer Bläserquintett national und international bedeutende Konzertsäle, wirkt bei großen Festivals mit, arbeitet bei Rundfunkaufnahmen und Live-Mitschnitten mit mehreren Rundfunkanstalten zusammen und hat 2012 seine erste CD herausgebracht, zu der es im hr2-Kulturfrühstück hieß: „Das Weimarer Bläserquintett ist viermal hochkarätiges Holzbläsertum plus hervorragende Horn-Ergänzung“.

Der so gelobte Hornist ist Stephan Schottstädt, die Holzbläser sind Tomo Andreas Jäckle, Flöte, Frede-rike Timmermann, Oboe, Sebastian Lambertz, Klarinette, und Jacob Karwath, Fagott. Mit Werken von Mozart, Ligeti, Danzi, Debussy und Beethoven bereiten sie Ihnen jetzt in einer Kooperationsveranstaltung des Kunstvereins mit dem Main-Taunus-Kreis ein großartiges Konzerterlebnis.

Landratsamt Hofheim

DONNERSTAG, 13. FEBRUAR, 18 UHR
KUNSTFAHRT INS LIEBIGHAUS
Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur.
Professor Dr. Vinzenz Brinkmamm führt durch die von ihm kuratierte Ausstellung

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In der Sonderausstellung „Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur“ präsentiert die Liebieghaus Skulpturensammlung bis zum 23. Februar 2014 erstmals die spektakulären Funde der mehr als 2.000 Jahre alten Nok-Kultur aus dem subsaharischen Raum. Die über 100 Skulpturen und Fragmente, die Archäologen der Goethe-Universität Frankfurt geborgen haben, werden in der Ausstellung gemeinsam im Dialog mit zeitgleichen Werken der altägyptischen und griechisch-römischen Antike aus der Sammlung des Liebieghauses gezeigt. Diese zugespitzte Präsentation thematisiert den großen Konflikt um das radikal veränderte Kunstverständnis des 20. Jahrhunderts: Europas figurative Kunst auf der einen Seite, auf der anderen die freien Formen der so genannten primitiven Kunst.

Durch die Ausstellung führt uns ihr Kurator Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann. Er hatte uns im September 2013 in einem mitreissenden Vortrag im Stadtmuseum die Bildhauerkunst der griechischen Antike näher gebracht. Wer den Vortrag miterlebt hat, wird diese Führung nicht verpassen wollen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an.

Liebieghaus, Frankfurt

FREITAG, 24. JANUAR, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Despina Apostolou-Hölscher, Klavier, und Puschan Musavi Malvina, Violine,
spielen Werke von S.-C. Eckhardt-Gramatté, P. Hindemith und E. Krenek

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Hanna Bekker vom Rath kannte Sophie-Carmen Eckardt-Gramatté (1899 – 1974) so gut, dass sie ein Portrait der Komponistin und Geigenvirtuosin anfertigte. Es ist jetzt in der Ausstellung „Malerische Dialoge mit Hanna Bekker vom Rath“ im Stadtmuseum zu sehen. Das Bild war Anlass, den Spuren der Musikerin nachzugehen, die in erster Ehe mit dem Maler Walter Gramatté verheiratet war und mit ihrem zweiten Ehemann, dem Journalisten und Kunsthistoriker Ferdinand Eckhardt, seit 1953 in Kanada lebte. Dort wird ihr Andenken noch heute gepflegt, während sie hierzulande weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Die durchaus eingängigen Werke, die an diesem Abend von der Frankfurter Pianistin Despina Apostolou-Hölscher und dem Geiger Puschan Musavi Malvina zu Gehör gebracht werden, sind also eine Wiederentdeckung.
Dazu stehen Kompositionen von Paul Hindemith und Ernst Krenek auf dem Programm. Hindemith, dessen Todestag sich am 28. Dezember 2013 zum fünfzigsten Mal jährt, gehörte ebenfalls zum Bekanntenkreis von Hanna Bekker vom Rath.

Das Konzert gehört zum Begleitprogramm der Sonderausstellung und findet in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum statt. Die Ausstellung ist an diesem Abend geöffnet.

Stadtmuseum