Veranstaltungen 2018

FREITAG, 30. NOVEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM STADTMUSEUM
ROBERT SCHUMANN – PSYCHOLOGISCH-PSYCHIATRISCHE ANNÄHERUNGEN AN EIN GENIE.
VORTRAG VON PROFESSOR DR.DR. STEPHAN VOLK MIT MUSIKBEISPIELEN VON PROFESSOR MATTHIAS FUCHS

Details
Robert Schumann, eine Daguerreotypie von 1850.
© Kunstverein

Robert Schumann (1810 – 1856) war ohne Zweifel einer der bedeutendsten Komponisten der Romantik, der schon zu Lebzeiten große Erfolge feiern konnte. Seit seinem 40. Lebensjahr litt er zunehmend unter psychischen Störungen. Seine Krankheit verschlimmerte sich so, dass er sich 1854 freiwillig in eine Nervenheilanstalt in Endenich bei Bonn einliefern ließ. Hier starb er zwei Jahre später. Die Vorgeschichte und der Verlauf von Schumanns Erkrankung sind gut belegt. Über ihre Bewertung sind sich Mediziner wie Musikwissenschaftler aber bis heute uneinig. Hier setzt der Vortrag in unserer Reihe „Hofheimer Köpfe“ an.

Professor Dr. Dr. h.c. Stephan Volk ist Facharzt für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapie sowie Chefarzt der zu den Kliniken des Main-Taunus-Kreises gehörenden Fachklinik in Hofheim.

Den Vortrag begleitet Professor Matthias Fuchs am Klavier mit Musikbeispielen aus dem Schaffen Robert Schumanns.

STADTMUSEUM

FREITAG, 9. NOVEMBER, 19.30 UHR
GEDENKTAG DER REICHSPOGROMNACHT 1938 –
direkt nach der Gedenkfeier an der ehemaligen Synagoge Hofheim
Vortrag mit Bildern:
„Die Kleine Jüdin – Entdeckte Spuren zum Novemberpogrom vor 80 Jahren“

Details

Vor einigen Jahren entdeckte Jürgen Vits überraschende Spuren, die belegen, dass  seine Vorfahren mit den schrecklichen Ereignissen des Novemberpogroms in direkte Berührung kamen. Ein Gemälde mit dem Titel „Kleine Jüdin“ gab den Anstoß zu dieser spannenden Spurensuche in die Vergangenheit. Seine Nachforschungen führten Jürgen Vits bis nach Jerusalem. Nach über siebzig Jahren suchte er Antworten auf bisher nicht gestellte Fragen. Von einer Überlebenden des Holocaust erfuhr er schließlich, was damals im Dorf seiner Vorfahren wirklich geschah. In seiner Familie hatte man nie über die Pogromnacht gesprochen.

Referent:
Jürgen Vits, Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. AG Rhein-Main

Veranstalter:
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis mit Unterstützung des Stadtmuseums

STADTMUSEUM

FREITAG, 2. NOVEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM STADTMUSEUM
ENGEL DER GESCHICHTE – GESCHICHTE DER ENGEL
EIN BILDVORTRAG VON PROFESSOR JOSEF WALCH ÜBER DIE ROLLE DER ENGEL IN DER KUNST

Details
Paul Klees berühmte Zeichnung „Angelus novus“
aus dem Jahr 1920. © Kunstverein

Paul Klee schuf seine berühmte Zeichnung „Angelus novus“ im Jahre 1920. Ein Jahr später erwarb sie der Philosoph Walter Benjamin. Sie begleitete und beschäftigte ihn lebenslang. In seinem Text „Über den Begriff der Geschichte“, den er kurz vor seinem Freitod 1940 schrieb, gab er dem geheimnisvollen Bild eine pessimistische Deutung als „Engel der Geschichte“. Was Benjamin nicht wusste, ist, dass sich hinter Paul Klees Zeichnung noch ein ganz anderes Geheimnis versteckt . . .

An diesem „Freitag Abend im Stadtmuseum“ macht der Kunsthistoriker Josef Walch, der uns mit seinem Vortrag über Martin Luther und die Cranachs noch in lebhafter Erinnerung ist, Paul Klees Bild zum Ausgangspunkt einer spannenden Erörterung der Rolle der Engel in der Kunst.

STADTMUSEUM

FREITAG, 12. OKTOBER, 20 UHR
LESUNG ZUR BUCHMESSE
GASTLAND GEORGIEN:
NINO HARATISCHWILI STELLT IHREN ROMAN „DIE KATZE UND DER GENERAL“ VOR

Details
Die aus Georgien stammende AutorinNino Haratischwili. ©Danny Merz

Georgien, das Gastland der Buchmesse 2018, ist ein Land an der Grenze zwischen Europa und Asien in den Bergen des Kaukasus. Seit mehr als 1500 Jahren ein christlicher Staat – und wir wissen so wenig darüber. Die jüngste Vergangenheit und Gegenwart ist geprägt von kriegerischen Auseinandersetzungen wie etwa der Krieg mit Tschetschenien.

Nino Haratischwili spürt in ihrem Roman „Die Katze und der General“ den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreiches aufgetan haben. Entstanden ist ein spannender, psychologisch tiefgreifender Schuld- und Sühneroman über die Menschen, deren Schicksal von diesem Krieg geformt und geprägt wurde: Wie Alexander Orlow, der nach einem Leben im Krieg zum russischen Oligarchen aufgestiegen und später ein neues Leben in Berlin begonnen hat.

Er kämpft mit den Erinnerungen an seinen Kriegseinsatz, in dem er schwere Schuld auf sich geladen hat. Er will die „Katze“, eine eigenwillige, schöne, georgischstämmige Schauspielerin, für seine Abrechnung gewinnen; sie soll sein Werkzeug sein. Aber wer ist hier Meister – wer Werkzeug?

Spannend und großartig flicht Nino Haratischwili die Figuren ihres Romans um eine verborgene Achse aus Liebe und Schuld. Sie alle sind Teil eines tödlichen Spiels, in dem sie wie in einer klassischen Tragödie einander nicht entkommen.

Wichtig:
Wegen des großen Andrangs in der Vorverkaufsphase wurde die ursprünglich im Stadtmuseum geplante Veranstaltung in den Mahler-Saal der Stadthalle Hofheim verlegt.

FREITAG, 28. SEPTEMBER, 20 UHR
FREITAG ABEND IM STADTMUSEUM
DIE SELBSTPORTRAITS VON HORST JANSSEN UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DER SERIE PARANOIA
BILDVORTRAG VON PROFESSOR OTFRIED SCHÜTZ

Details

Er war ein Ausnahmekünstler und ein oft als exzentrisch empfundener Mensch. Er ging stets seinen eigenen Weg – der Zeichner und Grafiker Horst Janssen (1929-1995). Sein Werk fand schon zu Lebzeiten höchste Anerkennung. Für seine fast grenzenlose Produktivität stehen mehr als 20.000 Zeichnungen und Aquarelle und rund 3.000 Radierungen. Professor Schütz geht in seinem Vortrag auf einen besonderen Aspekt im Schaffen von Horst Janssen ein.

Kein deutscher Künstler des 20. Jahrhunderts hat so viele Selbstporträts angefertigt wie Horst Janssen. Seine als Selbstbefragung zu verstehenden Konterfeis spiegeln nicht nur ein überbordendes Rollenspiel mit großen Vorbildern wider, sondern finden auch Ausdrucksformen, in denen schmerzhafte Lebensstationen überwältigend originelle Bildlösungen entstehen ließen: Seine Aquarelle zum Stichwort Paranoia gelten als Geniestreiche, die er in größter persönlicher Not geschaffen hat.

Mit Professor Otfried Schütz verbindet den Kunstverein eine langjährige Freundschaft. Er versteht es hervorragend, seine Zuhörer für sein Thema zu begeistern.

STADTMUSEUM

FREITAG, 14. SEPTEMBER, 19 UHR
Klezmer! Tanz und Poesie –
das Ensemble „Sher on a Shier“ präsentiert sein neues Programm

Details
Inspiriert durch die Tradition der Musikgruppe Klezmorim:
Das Ensemble„Sher On A Shier“. © M. Krummrich

Klezmer, die „Sprache der Seele“, ist die einzigartige Traditionelle Musik der osteuropäischen Juden. Sie ist mitreißend, lustig und lebensfroh, kann aber auch zu Tränen rühren. Dank der aus Hofheim stammenden Flötistin und Kontrabassistin Sabine Döll, die von dem weltberühmten Klarinettisten Giora Feidman in die Klezmermusik eingeführt wurde, ist dieser stimmungsvolle Klang jetzt erneut in Hofheim zu erleben.

Sabine Döll ist Mitglied des Ensembles „Sher on a Shier“, das sich seit einigen Jahren zu einer der führenden deutschen Klezmerbands entwickelt hat und bei europaweiten Auftritten gefeiert wird. Ihre Mitspieler sind der Geiger Johannes Paul Gräßer, die Klarinettistin Anja Günther und der wunderbare Akkordeonist Patrick Farell. Er springt an diesem Abend für Paula Sell ein, die im September ein Kind erwartet.

„Sher on a Shier“ führt die Tradition der „Klezmorim“ fort, bringt Klezmer aber auch in einer überraschend neuen Interpretation auf die Bühne. In feinsinnigem Zusammenspiel präsentieren die Musiker ihr neues Programm, das gerade auch als CD erschienen ist. Lassen Sie sich von den magischen Momenten ihrer stimmungsvollen Musik verzaubern!

Das Open-Air-Konzert wird im Alten Wasserschloss stattfinden. Falls das Wetter nicht mitspielt und der Veranstaltungsort geändert werden muss, informieren wir Sie rechtzeitig.

ALTES WASSERSCHLOSS

MITTWOCH, 5. SEPTEMBER, 20 UHR
Ist Peter Holtz ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will . . . ?
Autorenlesung mit Ingo Schulze

Details
Ingo Schulze in seiner Berliner Wohnung. © Foto: Gaby Gerster

In der Romanfigur Peter Holtz begegnen wir einem modernen Schelm, der zwischen den beiden Welten des ehemals geteilten Deutschlands unbedarft und hellsichtig auf der Suche nach einer besseren Gesellschaft Unerhörtes erlebt.

In einem Kinderheim der DDR erzogen, hat Peter Holtz die Staatsideologie gründlich verinnerlicht. Mit seinem naiven, unerschütterlichen Idealismus hält er seinen Mitmenschen den Spiegel vor, bringt sie in gefährliche Situationen und in kuriose Rechtfertigungsnöte.

Nach dem Zusammenbruch der DDR findet Peter sich aus Versehen als ziemlich erfolgreicher Kapitalist wieder, was die Sache nicht besser macht.

Mit Fabulierlust, voller spielerischer Wendungen und klugem Zynismus bringt Ingo Schulze uns diese Figur nahe und blickt dabei durch Narrenaugen auf eine umwälzende Epoche jüngster deutsch-deutscher Vergangenheit.

Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Nach dem Studium der klassischen Philologie in Jena arbeitete er zunächst als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Für seinen Roman »Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst«, der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand, erhielt Ingo Schulze den Rheingau Literatur Preis.

STADTMUSEUM

11./12. UND 18./19. AUGUST, 10-15 UHR
Frauen zwischen den Welten:
Ein Kunst-Workshop des Stadtmuseums von geflüchteten Frauen

Details
Hayat Alabdulkader leitet den Kunst-Workshop. © Stadt Hofheim

Geflüchtete haben Kompetenzen, Begabungen und Wissen. Der vom Stadtmuseum Hofheim am Taunus veranstaltete Kunstworkshop „Frauen zwischen den Welten“, der vom Kunstverein Hofheim unterstützt wird, soll das verdeutlichen und dazu beitragen, dass geflüchtete Menschen nicht nur als Hilfeempfänger wahrgenommen werden. Die Kursleiterin ist die syrische Kunstlehrerin Hayat Alabdulkader, die in Aleppo Bildhauerei und Malerei studiert hat. Der Workshop läuft an den Wochenenden 11./12. sowie 18./19. August jeweils von 10 bis 15 Uhr im Stadtmuseum. Zu dem Workshop sind alle Frauen aller Nationalitäten willkommen. Egal, ob sie geflüchtet sind oder nicht.

Frauen sollen ermutigt werden, ihre Begabungen zu zeigen und Selbstvertrauen aufzubauen, abseits von Sprachhindernissen. Die Vernetzung von Frauen ist ebenfalls ein Ziel des Workshops „Frauen zwischen den Welten“. Diese Welten sollen dadurch für die Stadtgesellschaft sichtbar gemacht werden. Interessierte können die in der Kunstwerkstatt entstandenen Werke während der interkulturellen Woche im September im Stadtmuseum betrachten.

Spenden sind unter www.betterplace.org herzlich willkommen.

Stadtmuseum

FREITAG, 3. AUGUST BIS SONNTAG, 4. AUGUST
Die Kunstreise 2018.
Skulpturen, Malerei, Design und Architektur in Wuppertal, Essen und Neviges

Details

Unsere Kunstreisen haben wir unter das Motto „Große Kunst abseits der großen Straßen“ gestellt. Diesmal gehen wir etwas großzügig mit diesem Motto um. Aber wir erleben Großartiges: Den Skulpturenpark des berühmten Bildhauers Tony Cragg, die Wiederentdeckung eines wichtigen Impulsgebers der Moderne in der sehenswerten Ausstellung „Jankel Adler“ im Von der Heydt-Museum, die große Red Dot Design-Ausstellung im Weltkulturerbe Zeche Zollverein und die moderne Wallfahrtskirche in Neviges des Pritzker-Preisträgers Gottfried Böhm, eine faszinierende Skulptur aus Beton.

SONNTAG, 24. JUNI, 17 UHR
Das Musikereignis:
Ein Sänger-Weltstar in Hofheim!
Liederabend Johannes Martin Kränzle (Bariton) mit Hilko Dumno (Klavier)

Details
Johannes Martin Kränzle (links) Und Hilko Dumno

New York, London, Mailand, Paris, Zürich, Salzburg, Tel Aviv, Tokyo: Johannes Martin Kränzle ist ein gefragter Gast in den großen Opernhäusern dieser Welt. Bei den Bayreuther Festspielen 2017 gab er einen stürmisch umjubelten Beckmesser in den „Meistersingern von Nürnberg“. Auf großartige Weise widmet sich der Bariton aber auch dem Konzertgesang. Und das können Sie bei diesem Liederabend in Hofheim erleben! Johannes Martin Kränzles regelmäßiger Klavierpartner ist Hilko Dumno, der als herausragender Liedbegleiter ebenfalls international mit zahlreichen renommierten Sängerinnen und Sängern zusammenarbeitet. Der Pianist unterrichtet Instrumentalbegleitung und Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Auf dem attraktiven Programm des Abends stehen Lieder von Maurice Ravel, Frank Martin, Richard Rudolf Klein und Gustav Mahler.

Es ist uns eine große Freude, Sie zu diesem außergewöhnlichen Liederabend in Hofheim einladen zu können. Unsere dringende Empfehlung: Nutzen Sie den Vorverkauf oder reservieren Sie Ihre Karten gleich hier!

Stadthalle Hofheim

FREITAG, 8. JUNI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Autorenlesung:
Die Lyriker Jan Wagner und Tristan Marquardt stellen ihr Gemeinschaftsprojekt „Unmögliche Liebe“ vor

Details
Jan Wagner © Alberto Novelli / Villa Massimo
Tristan Marquardt © Katja Zimmermann

„Unmögliche Liebe“ – unter diesem Titel haben Tristan Marquardt und Jan Wagner einen besonderen Lyrikband herausgegeben: Er umfasst Minnelieder des Mittelalters, nachgedichtet von deutschen Lyrikerinnen und Lyrikern wie Monika Rinck, Joachim Sartorius, Durs Grünbein oder Nora Gomringer, die für dieses Projekt gewonnen werden konnten. Es entstanden Texte, die uns Lesern heute das Verständnis dieser Jahrhunderte alten Gedichte auf neue Weise zugänglich machen.
Wir sind eingeladen, das Thema Liebe aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, und uns im Hinblick auf die Übertragungsarbeit der Texte aus dem Mittelhochdeutschen zu fragen, was den Reiz dieser „neuen“ Gedichte ausmacht. Jan Wagner und Tristan Marquardt lesen von unmöglicher Liebe, sprechen über Liebe und Reime, über Herz und Schmerz.

Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt seit 1995 als Lyriker, Übersetzer englischsprachiger Lyrik und Kritiker in Berlin. Er ist Initiator und Mitherausgeber der Literatur-Box „Die Außenseite des Elements“. Für seine Lyrik erhielt er zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen. Seit 2010 ist er Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Im Wintersemester 2017/18 lehrte er als Poetikdozent in Wiesbaden.

Tristan Marquardt, geboren 1987 in Göttingen, lebt in München und Zürich. Er ist Gründer und Mitglied des Berliner Lyrikkollektivs G13. Seit 2012 kuratiert er die Lesereihe „meine drei lyrischen ichs“ in München und ist Mitinitiator der Veranstaltung „Großer Tag der jungen Münchner Literatur“ und der Initiative „Unabhängige Lesereihen“.

Stadtmuseum

SAMSTAG, 2. JUNI, 20 UHR
Gisela Frank zum 100. Geburtstag.
Zur Erinnerung an die Hofheimer Pianistin konzertieren ihre früheren Schüler

Details
Gisela Frank

In diesem Jahr wäre die Hofheimer Musikerin Gisela Frank 100 Jahre alt geworden. Sie war eine herausragende Pianistin, großartige Lehrerin und begabte Komponistin. Über Jahrzehnte hat sie dem Hofheimer Musikleben wesentliche Impulse gegeben, sei es in der Musikschule oder im Kunstverein, dessen Gründungsmitglied sie war und dessen musikalisches Programm sie lange Zeit prägte.

Im Leben vieler ihrer früheren Schüler spielen die Musik und das Klavierspiel noch heute eine zentrale Rolle. Das beweist auch dieser Konzertabend mit Matthias Fuchs, Stephan Fuchs, Peter Raehse, Christian Stapf und Valentin Blomer.

Die Zuhörer erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Klavierduos und Arrangements für zwanzig und mehr Finger. Auch eigene Kompositionen von Gisela Frank wieder zu hören, wird ein besonderes Vergnügen sein. Angelika Frank, ihre Tochter, und die bekannte Pianistin Sybille Cada, ihre Nichte, werden den Abend mit Erzählungen bereichern.

Stadthalle Hofheim

FREITAG, 18. MAI, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Literatur im Kunstverein.
Reinhard Kaiser liest aus seiner großartigen „Übersetzung“ von Grimmelshausens Simplicissimus

Details

Der Dreißigjährige Krieg mit seiner Grausamkeit, seiner Unberechenbarkeit und der Unfähigkeit, ihn zu beenden, ist zur Metapher des Krieges überhaupt geworden. Er war der erste europäische Weltkrieg und fand auf deutschem Boden, ja teilweise in unserer nächsten Nähe statt. Er wurde zum deutschen Trauma. Dieser Krieg hat alle bestehenden sozialen und moralischen Ordnungen aufgelöst. „Die Orientierung an althergebrachten Sitten und moralischen Regeln ist unter diesen Umständen“, wie der Politikwissenschaftler Herfried Münkler sagt, „kein Mittel mehr, um unbeschadet durchs Leben zu kommen.“ Klingt vertraut.

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausens Hauptwerk „Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus“, erschienen 1668/69, rund 20 Jahre nach Kriegsende. Es ist ein barocker Roman von großer Vielseitigkeit, voller ebenso vergnüglicher und erotischer wie grausamer Abenteuer. Der Autor, der diesen Krieg seit seinem 10. Lebensjahr miterlebt und teilweise auch als Soldat mitgekämpft hat, zeichnet hier ein Bild dieses Krieges sowie der durch die drei Jahrzehnte währenden Kriegszüge völlig verrohten und verwilderten deutschen Gesellschaft während und nach dem Krieg. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung war tot, ganze Gegenden verwüstet und verbrannt. Simplicius aber überlebt als ein „Schelm“ im alten Sinne, ein scharfer und witziger Beobachter.

Reinhard Kaiser, ein bekannter Frankfurter Schriftsteller, übersetzt seit Jahrzehnten aus dem Englischen, Französischen und Deutschen. Den großen deutschen Barockroman vom Simplicius Simplicissimus hat Reinhard Kaiser aus dem barocken Deutschen des 17. Jahrhunderts in unsere heutige Sprache übertragen und dadurch erst wieder lesbar gemacht.

Stadtmuseum

DIENSTAG, 8. MAI, 20 UHR
Die Selbstportraits von Horst Janssen unter Berücksichtigung der Serie Paranoia.
Bildvortrag von Professor Otfried Schütz

Details
Prof. Otfried Schütz

Er war ein Ausnahmekünstler und ein oft als exzentrisch empfundener Mensch. Er ging stets seinen eigenen Weg – der Zeichner und Grafiker Horst Janssen (1929-1995). Sein Werk fand schon zu Lebzeiten höchste Anerkennung. Für seine fast grenzenlose Produktivität stehen mehr als 20.000 Zeichnungen und Aquarelle und rund 3.000 Radierungen. Professor Schütz geht in seinem Vortrag auf einen besonderen Aspekt im Schaffen von Horst Janssen ein.

Kein deutscher Künstler des 20. Jahrhunderts hat so viele Selbstporträts angefertigt wie Horst Janssen. Seine als Selbstbefragung zu verstehenden Konterfeis spiegeln nicht nur ein überbordendes Rollenspiel mit großen Vorbildern wider, sondern finden auch Ausdrucksformen, in denen schmerzhafte Lebensstationen überwältigend originelle Bildlösungen entstehen ließen: Seine Aquarelle zum Stichwort Paranoia gelten als Geniestreiche, die er in größter persönlicher Not geschaffen hat.

Mit Professor Otfried Schütz verbindet den Kunstverein eine langjährige Freundschaft. Er versteht es hervorragend, seine Zuhörer für sein Thema zu begeistern. Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Karten.

Stadtmuseum

DIENSTAG, 24. APRIL, 20 UHR
ZUR AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Private Kulturengagements münden in den Kunstverein.
Hofheim zwischen 1945 und 1966

Vortrag von Marian Stein-Steinfeld

Details
Hanna Bekker vom Rath, Selbstbildnis, 1948

Das Stadtmuseum widmet seine aktuelle Sonderausstellung der seit 1958 in Hofheim lebenden Künstlerin Ev Grüger. Ihre Übersiedlung hierher fällt in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Hanna Bekker vom Rath eine, wenn nicht die maßgebende Rolle im kulturellen Leben der Stadt spielte. Ihre Enkelin, die Kunsthistorikerin Marian Stein-Steinfeld, blickt auf eine Zeit zurück, die die meisten der heutigen Hofheimer nicht miterlebt haben.

Schon bald nach Kriegsende öffneten Privatpersonen ihre Häuser oder Wohnungen für Vorträge, Hauskonzerte, Lesungen, Zimmertheater, zu denen per Handzettel und Presseankündigung geladen wurde. Zu den privaten Gastgebern zählte Hanna Bekker vom Rath, die neben Malern viele bekannte Schauspieler, Dichter, Musiker und Tänzer in ihrem blauen Haus beherbergte und zu deren Darbietungen einlud. In direkter Nachbarschaft eröffnete Marta Hoepffner ihre Fotoprivatschule, an der auch namhafte Künstler aus Frankfurt unterrichteten. Hier fanden Diskussionsabende zu künstlerischen Fragestellungen statt und es wurde so manches Fest gefeiert. Schließlich, 1966 wurde auf Initiative des Malers Hermann Haindl der Kunstverein gegründet. Einige bekannte Persönlichkeiten und manche, die in Vergessenheit gerieten, werden in der Vorgeschichte skizziert: Sowohl als Darsteller, Einladende oder Gäste wie auch als später aktive Mitglieder hinterließen sie interessante Spuren.

Die Ausstellung ist an diesem Abend geöffnet.

Stadtmuseum

FREITAG, 20. APRIL, 19 UHR
Mitgliederversammlung 2018.
Wichtige Personalentscheidungen, Ideen für die Zukunft

Details

Über das vergangene Jahr kann der Vorstand Positives berichten. Aber in diesem Jahr geht es bei der Mitgliederversammlung mehr noch um wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Vereins. Sie lernen die „Neuen“ kennen, die nach ihrer Wahl die Leitung des Kunstvereins übernehmen werden. Und Sie erfahren, was bei unserer „Zukunftswerkstatt“ herausgekommen ist, an der sich viele Mitglieder engagiert beteiligt haben. Soviel schon jetzt: Das Bewährte bleibt, aber es gibt neue, frische Ideen … Den Vorstand interessiert Ihre Meinung dazu!

Auf den „offiziellen“ Teil folgt wie in allen Jahren ein unterhaltsamer künstlerischer Beitrag. Lassen Sie sich überraschen.

Stadtmuseum

6. APRIL BIS 7. MAI
SONDERAUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Ev Grüger. Vision und Form
Zum Gedenken an die 2017 verstorbene Hofheimer Künstlerin

Details
La Palma, 1991. Zeichnung, Grafit und Kohle

Im April dieses Jahres wäre Ev Grüger 90 Jahre alt geworden. Als Hommage aus diesem Anlass war die Ausstellung im Stadtmuseum geplant. Leider hat ihre Kraft nicht gereicht, ihr Schaffen noch einmal selbst öffentlich präsentiert zu sehen. 1958 zum Künstlerkreis des Blauen Hauses hinzugekommen, hat Ev Grüger uns nach fast sechzig Hofheimer Jahren ein großes und vielseitiges Werk von hohem Rang hinterlassen. Dazu gehören neben der Malerei ihre subtilen Zeichnungen, innovativen Offset-Lithografien und farbstarken Collagen, die der Künstlerin viele Preise eingebracht haben und in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen waren.

Die im Stadtmuseum gezeigten Arbeiten geben einen Überblick über Ev Grügers Schaffen. Sie stammen aus dem Nachlass, den sie dem Museum übereignet hat, und werden zum großen Teil erstmals öffentlich präsentiert. Die Würdigung des Lebenswerks dieser bedeutenden Künstlerin ist dem Kunstverein als Mitveranstalter der Ausstellung ein besonderes Anliegen.

Die Vernissage der Ausstellung, zu der Sie herzlich eingeladen sind, findet am Freitag, dem 6. April um 20 Uhr statt.

Stadtmuseum Hofheim

FREITAG, 23. MÄRZ, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Kammermusik im Kunstverein
Duette für Violine und Violoncello mit Christine Schwarzmayr und Sabine Krams

Details

Mit dem hr-Sinfonieorchester und dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester hat Frankfurt gleich zwei deutsche Spitzenorchester. Viele ihrer Mitglieder pflegen eine besondere Liebe zur Kammermusik. Ein Glück für uns, denn so können wir Ihnen immer wieder großartige Kammermusikabende präsentieren. Und so ist es auch diesmal.

Mit der Geigerin Christine Schwarzmayr (die nebenbei auch noch eine Hofheimerin ist) und der Cellistin Sabine Krams kommen zwei hervorragende Mitglieder des Opern- und Museumsorchesters zu uns. Sie haben ein attraktives Programm zusammengestellt, das vom Barock (Bach) über die Wiener Klassik (Haydn) bis zur Moderne (Artur Honegger) reicht. Mit Reinhold Glière (1875 – 1956) wird ein bei uns nicht so bekannter russischer Komponist vorgestellt.

Den grandiosen Abschluss bildet Händels Passacaglia g-Moll in der berühmten Transkription für Violine und Cello, die der norwegische Komponist Johan Halvorsen 1894 schrieb.

Stadtmuseum

SAMSTAG, 3. MÄRZ
Architektur im Kunstverein.
Führung in der neuen Europäischen Zentralbank

Details
Foto: Archiv

Seit Herbst 2014 ergänzt im Osten der Stadt Frankfurt ein Solitär die Frankfurter Skyline – der imposante 185 m hohe Turm der Europäischen Zentralbank. Die Architektur des Büros COOP HIMMELB(L)AU ist spektakulär, in den Bau integriert wurde die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Großmarkthalle (1928) von Martin Elsässer. Aus den höheren Stockwerken hat man tolle Blicke auf die Stadt und das Frankfurter Umland. Bei unserer Führung lernen Sie die Geschichte und die atemraubende Architektur des Gebäudekomplexes näher kennen.

Wir werden vormittags auf dem Hofheimer Bahnhof gemeinsam starten (Gruppenfahrkarten) und nach der Einkehr zu einem Imbiss in der Nähe der EZB wieder zusammen zurückfahren.

Da die Sicherheitsvorschriften sehr streng sind, brauchen wir bereits für die Anmeldung der Führung bei der EZB von jedem die persönlichen Daten: Vor- und Zuname, Geburtsdatum und Wohnadresse; der Personalausweis muss dann zur Führung vorgelegt werden. Bitte melden Sie sich mit diesen Angaben im Internet – wie zu unseren sonstigen Veranstaltungen – bis spätestens zum 21. Januar an (begrenzte Teilnehmerzahl).

Weitere Informationen und genaue Zeitangaben erhalten die Teilnehmer bis Mitte Februar.

Europäische Zentralbank

DONNERSTAG, 1. MÄRZ, 13 UHR
Architekturführung rund um den Neubau der EZB und Führung durch die Martin-Elsaesser-Ausstellung in der ehemaligen Großmarkthalle

Details
Foto: Archiv

Leider mussten wir die für den 3. März geplante Führung im Neubau der EZB ausfallen lassen, da die EZB in diesem Jahr keine Führungen in ihrem Gebäude zulässt. Bei diesem Ersatztermin wird die Architektur im Rahmen einer Führung rund um das eindrucksvolle Haus erklärt. Daran schließt sich eine weitere Führung durch die Martin-Elsaesser-Ausstellung in der ehemaligen Großmarkthalle an. Martin Elsaesser ist der Schöpfer dieser Architektur-Ikone aus den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Wegen der stark begrenzten Teilnehmerzahl konnten wir diese Veranstaltung nur Mitgliedern anbieten, die sich für die ursprünglich vorgesehene Führung am 3. März angemeldet hatten.

FREITAG, 16. FEBRUAR, 20 UHR
FREITAG ABEND IM MUSEUM
Literatur und Musik.
Renate Kohn (Lesung) und Gert Zimanowski (Musik)
Arthur Schnitzlers „Der Reigen“ – leicht gekürzt

Details
Renate Kohn und Gert Zimanowski

Als „Der Reigen“ 1921 in München aufgeführt wurde, kam es zu solchen Tumulten, dass die Polizei das Haus räumen musste und weitere Vorführungen verboten wurden. Obszön und skandalös nannte man es. Arthur Schnitzler porträtiert die Wiener Gesellschaft der Jahrhundertwende, die von Privilegien und Vorurteilen der Männer dominiert war. In zehn Dialogen folgt das Drama der Tanzform des Reigens. Fünf Frauen und fünf Männer begegnen sich paarweise, wobei jeweils eine der beiden Personen in der nächsten Szene einer neuen Figur die Hand reicht.

Renate Kohn kennen wir von vielen unvergessenen Auftritten im Kunstverein, die sie – wie an diesem Abend ­- oft zusammen mit dem hervorragenden Multiinstrumentalisten Gert Zimanowski hatte. Im „Reigen“ spielt Renate Kohn alle Rollen: mit einem Minimum an veränderter Mimik, Sprache und Gestik steht jeweils ein anderer Mensch vor uns, bewegend, bedrückend, sich verstellend, unterwürfig oder beherrschend.

Der als Bühnenstück konzipierte „Reigen“ gehört zur Weltliteratur der Wiener Moderne.

Stadtmuseum Hofheim

SONNTAG, 4. FEBRUAR, 17 UHR
MAIN TAUNUS KONZERTE
Ib Hausmann, Klarinette, und das Amatis-Trio Werke von Beethoven, Ravel, Hausmann, Hindemith, Piazzolla

Details
Ib Hausmann

Ib Hausmann bezeichnet sich selbst als „klarinettisch-sprechenden Pierrot“ und streift sich auch gern mal ein Harlekin-Kostüm über, wenn er sich leidenschaftlich für „Ohrwurm-Projekte“ als besondere Form des Musiktheaters mit Kindern engagiert. Der herausragende Klarinettist, Mitglied des Ensemble Modern, sagt selbst, dass für ihn der kürzeste Weg zum Glück über den Jazz führt. Aber natürlich ist es in erster Linie die klassische Musik, die den Autodidakten, Komponisten und Vater zweier Kinder zu einem weltweit gefragten Solisten macht.

Hausmann trat mit berühmten internationalen Orchestern auf. Den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt er für die Klarinettensonaten von Max Reger und eine Berthold-Goldschmidt-CD. Die CD „Terezin“ mit der schwedischen Opernsängerin Anne Sofie von Otter brachte ihm 2008 eine „Grammy“-Nominierung ein.

Amatis-Trio

Beim Kammermusikabend tritt Ib Hausmann zusammen mit dem Amatis Piano Trio auf, zu dem neben Mangjie Han (Klavier) und Samuel Shepherd (Violoncello) auch seine Tochter Lea Hausmann an der Violine gehört. Die Gewinner des Parkhouse Awards 2015 haben sich zu einem der führenden jungen Klaviertrios in Europa entwickelt und dürfen die Nominierung als BBC New Generation Artist als besondere Auszeichnung werten.

Das schwere und schöne A-Moll-Trio von Maurice Ravel wird das Amatis-Trio ebenso alleine vortragen wie Ib Hausmann sein selbst komponiertes Stück „Birdy“. Werke von Beethoven, Hindemith und Piazzolla werden die Musiker gemeinsam darbieten.

Das Konzert ist unser traditioneller Beitrag zur Konzertreihe des Main-Taunus-Kreises.

Landratsamt Hofheim

FREITAG, 19. JANUAR, 19 UHR
Zukunftswerkstatt, 2. Teil
Was erwarten Sie vom Kunstverein?
Bewertung der im 1. Teil gewonnenen Ideen
Leitung: Birgit Müller-Muth

Details

Im November 2017 hatten wir Sie zu einer Veranstaltung eingeladen, die ganz aus dem üblichen Rahmen fiel. In einer Zukunftswerkstatt wollten wir mit Ihnen über die künftige Programmgestaltung, neue Themen und Formate ins Gespräch kommen. Von dem Verlauf des Abends waren wir überwältigt: 37 höchst engagierte Teilnehmer/innen gaben uns aufschlussreiche Rückmeldung zu unserem laufenden Angebot, dessen Qualität als hochwertig bewertet wurde, aber auch zu der Bedeutung des Kunstvereins als Treffpunkt für an Kunst und Kultur interessierte Menschen, die in Hofheim leben. In kreativem und lebendigem Austausch entwickelten die Teilnehmenden eine Menge Ideen zu zukünftigen Themen und Veranstaltungsformaten, die nun ausgewertet werden sollen. Das soll an diesem Abend geschehen.

Am Ende des ersten Abends der Zukunftswerkstatt hat sich schon eine Reihe von Teilnehmern zu diesem zweiten Teil angemeldet. Aber auch diejenigen, die damals nicht dabei sein konnten, sind noch aufgerufen mitzumachen. Sie können sich im Internet über unseren Veranstaltungskalender registrieren oder telefonisch bei Birgit Müller-Muth (06192 900956) melden.

Stadtmuseum Hofheim

SONNTAG, 14. JANUAR, 15 UHR
ZUR IDA KERKOVIUS-AUSSTELLUNG IM STADTMUSEUM
Expertengespräch in der Ausstellung mit der Kunsthistorikerin Katharina Hadding

Details
Verkündigung (Selbstbildnis), 1932 © Kunstmuseum Stuttgart

Es ist ein Glücksfall, dass das Stadtmuseum Hofheim die Sonderausstellung „Ida Kerkovius – Im Herzen der Farbe“ vom Städtischen Museum Engen übernehmen konnte. Die Ausstellung, die noch bis zum 11. Februar 2018 läuft, gibt einen eindrucksvollen Überblick über das Schaffen einer der bedeutendsten Künstlerinnen der klassischen Moderne. Als „Zauberin der Farbe“ hat Ida Kerkovius eine die Menschen berührende, emotionale Bildsprache hervorgebracht, die den Betrachter als fantasiebegabtes Wesen in die sinnliche Wahrnehmung ihrer Bilder einbezieht. Ihr Thema ist die Polarität von Farbe und Form. „Die Farbe ist mir angeboren“, hat sie selbst einmal gesagt.

In Hofheim war Ida Kerkovius ein häufiger Gast bei Hanna Bekker vom Rath, die sie schon in jungen Jahren kennenlernte. Beide verband eine lebenslange Freundschaft.

Katharina Hadding wird uns mit ganz besonderer Kompetenz durch die Ausstellung führen. Die Kunsthistorikerin ist eine ausgewiesene Expertin für das Werk von Ida Kerkovius, mit dem sie sich schon in ihrer Magisterarbeit auseinandersetzte. Sie schrieb fundierte Beiträge zu Katalogen von Kerkovius-Ausstellungen und arbeitet heute am wissenschaftlichen Werkverzeichnis der Künstlerin. Diese einmalige Führung dürfen Sie nicht verpassen.

Ort: Stadtmuseum Hofheim